Rolling Forecast: Definition, Vorteile und Schritt-für-Schritt-Umsetzung


Ein Rolling Forecast, auch rollierende Prognose genannt, ist eine Planungsmethode, bei der die Liquiditätsprognose in regelmäßigen Abständen fortlaufend aktualisiert und um neue Perioden erweitert wird. Der Planungshorizont bleibt dabei konstant, unabhängig davon, an welchem Punkt im Geschäftsjahr man sich befindet.
Das Problem statischer Jahresplanungen ist CFOs und Controllern im deutschen Mittelstand gut bekannt: Das Budget wird im Dezember verabschiedet und spiegelt bereits im März nicht mehr die Realität wider. Marktveränderungen, Zahlungsverzögerungen, außerordentliche Ausgaben oder der Wegfall eines wichtigen Auftrags lassen eine starre Prognose innerhalb weniger Wochen veralten. Laut der Agicap-Studie „Cashflow-Planung im Mittelstand 2025: Die größten Herausforderungen" verzeichnen mittelständische Unternehmen in Deutschland im Durchschnitt 20 unerwartete Liquiditätsengpässe von mehr als 50.000 Euro pro Jahr, jedes zweite Unternehmen ist mindestens einmal monatlich betroffen. Gleichzeitig verfügen 58 % der deutschen CFOs über keine kurzfristige Liquiditätsprognose auf Tagesbasis.
Dieser Leitfaden erklärt, was ein Rolling Forecast ist, worin er sich von der traditionellen Jahresplanung unterscheidet, wie er Schritt für Schritt eingeführt wird und welche Grenzen Excel dabei setzt.
Was ist ein Rolling Forecast? Definition und Funktionsweise
Definition
Ein Rolling Forecast ist eine Methode der rollierenden Liquiditätsplanung , bei der die Prognose in regelmäßigen Abständen aktualisiert und kontinuierlich um neue Perioden erweitert wird. Der Planungshorizont bleibt dabei konstant: Wer mit einem 13-Wochen-Horizont arbeitet, ergänzt nach jeder abgeschlossenen Woche eine zusätzliche Woche.
Das Prinzip ist einfach: Sobald Woche 1 mit den tatsächlichen Ist-Werten abgeschlossen ist, wird Woche 14 neu in die Planung aufgenommen. Der Planungshorizont verschiebt sich dadurch kontinuierlich nach vorne, bleibt jedoch in seiner Länge unverändert. Daher spricht man von einem „rollierenden“ Forecast.
Im Gegensatz zur klassischen Jahresplanung, die auf Annahmen für ein vollständiges Geschäftsjahr basiert, stützt sich der Rolling Forecast auf konkrete Zahlungsdaten: ausgestellte Rechnungen mit bekannten Fälligkeiten, vertraglich festgelegte Zahlungsverpflichtungen, Gehaltszahlungen oder periodische Steuerzahlungen. Die Prognosegenauigkeit ist kurzfristig hoch und nimmt mit wachsendem zeitlichem Abstand schrittweise ab.
Warum gilt der 13-Wochen-Horizont als Standard im Rolling Forecast?
Ein Zeitraum von drei Monaten gilt als der Horizont, innerhalb dessen die meisten Zahlungsverpflichtungen bereits bekannt sind und erwartete Einzahlungen noch vergleichsweise zuverlässig prognostiziert werden können. Mit zunehmendem zeitlichen Abstand steigt die Unsicherheit, während die Prognosegenauigkeit abnimmt.
Der 13-Wochen-Forecast verbindet damit einen ausreichend langen Planungshorizont mit hoher operativer Relevanz und hat sich insbesondere im Mittelstand als Standard für die kurzfristige Liquiditätsplanung etabliert.
Horizont | Datenbasis | Präzision | Hauptnutzen |
|---|---|---|---|
1 bis 4 Wochen | Offene Rechnungen, feststehende Zahlungen | Sehr hoch | Operative Liquiditätssteuerung |
5 bis 13 Wochen | Prognosen auf Basis aktueller Zahlungsdaten | Hoch | Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen |
13 bis 26 Wochen | Schätzungen und Planannahmen | Mittel | Finanzierungsplanung |
12 Monate | Langfristige Planannahmen | Niedrig bis mittel | Strategische Planung und Budgetierung |
Rolling Forecast vs. Budget: Was ist der Unterschied?
Der Unterschied zwischen einem Rolling Forecast und der traditionellen Jahresplanung geht weit über die reine Aktualisierungsfrequenz hinaus. Beide Ansätze verfolgen unterschiedliche Ziele und beruhen auf einer unterschiedlichen Planungslogik.
Kriterium | Traditioneller Jahresplan | Rolling Forecast |
|---|---|---|
Erstellungshäufigkeit | Einmal jährlich oder quartalsweise | Kontinuierlich: wöchentlich oder monatlich |
Planungshorizont | Fix bis zum Geschäftsjahresende | Fortlaufend mit konstantem Horizont |
Datenbasis | Annahmen zu Beginn der Periode | Ist-Daten kombiniert mit aktualisierten Annahmen |
Reaktion auf Veränderungen | Separate Neuplanung erforderlich | Laufend in den Prozess integriert |
Operative Relevanz | Strategische Jahresplanung | Operative Steuerungsgrundlage |
Arbeitsaufwand | Hoher Initialaufwand | Gleichmäßig verteilter Pflegeaufwand |
Der traditionelle Jahresplan hat weiterhin seine Berechtigung: Er dient der Zielfestlegung, der Kommunikation mit Investoren sowie der strategischen Finanzplanung. Als operatives Steuerungsinstrument für das Liquiditätsmanagement stößt er jedoch schnell an Grenzen, sobald die Realität vom ursprünglichen Plan abweicht.
Der Rolling Forecast ersetzt das Jahresbudget nicht, sondern ergänzt es um eine kontinuierlich aktualisierte Planungsebene, die frühzeitige Steuerungsmaßnahmen und eine höhere Flexibilität in der Unternehmenssteuerung ermöglicht.
Besonders deutlich zeigt sich der Unterschied beim Jahresend-Forecast: Während dieser nur noch die verbleibenden Monate bis zum Geschäftsjahresende abbildet und dadurch zunehmend an Steuerungsrelevanz verliert, behält der Rolling Forecast seinen konstanten Horizont unabhängig vom Zeitpunkt im Jahr bei.
Dieselbe Studie zeigt zudem: 74 % der deutschen CFOs integrieren kurzfristige, mittelfristige und langfristige Prognosen nicht miteinander, mit direkten Folgekosten. Unternehmen mit ungenauen Prognosen zahlen im Durchschnitt 88 % höhere Überziehungszinsen. Die vollständigen Ergebnisse finden Sie in der [Agicap-Studie „Cashflow-Planung im Mittelstand 2025" →]
Warum ist der Rolling Forecast im Liquiditätsmanagement besonders wirkungsvoll?
Konkrete Zahlungsdaten als entscheidender Vorteil
Ein Rolling Forecast lässt sich grundsätzlich auf Umsätze, Ergebnisgrößen oder andere Finanzkennzahlen anwenden. Im Liquiditätsmanagement ist sein praktischer Nutzen jedoch besonders hoch. Der Grund liegt in der Art der zugrunde liegenden Daten: Die kurzfristige Liquiditätsplanung basiert auf konkreten Zahlungsinformationen. Eine ausgestellte Rechnung hat ein definiertes Fälligkeitsdatum, Lieferantenzahlungen sind vertraglich festgelegt und Gehaltszahlungen stehen bereits im Voraus fest.
Diese hohe Datenqualität macht die rollierende Liquiditätsplanung deutlich präziser als einen Umsatz- oder Ergebnisforecast, bei dem die Unsicherheit zukünftiger Entwicklungen wesentlich höher ist. Dadurch können CFOs und Treasury-Teams frühzeitig konkrete Maßnahmen ergreifen, etwa Kreditlinien aktivieren, Zahlungen verschieben oder offene Forderungen schneller einziehen.
Drei operative Probleme, die der Rolling Forecast löst
- •
Abnehmende Planungssicherheit im Jahresverlauf.
Der Rolling Forecast sorgt dafür, dass Unternehmen jederzeit auf einer aktuellen Datenbasis planen, statt mit mehreren Monate alten Forecasts zu arbeiten.- •
Zu späte Reaktion auf Liquiditätsengpässe.
Eine kontinuierlich aktualisierte Prognose macht drohende Engpässe oft mehrere Wochen im Voraus sichtbar. Dadurch können Maßnahmen eingeleitet werden, solange noch ausreichender Handlungsspielraum besteht.- •
Wachsende Abweichungen zwischen Plan und Realität.
Der Rolling Forecast integriert aktuelle Ist-Daten fortlaufend in die Planung und reduziert dadurch die schleichenden Abweichungen, die in statischen Modellen mit der Zeit entstehen.
Rolling Forecast im Controlling: Einordnung in das Controlling und die rollierende Planung
Im Controlling-Kontext ergänzt der Rolling Forecast die bestehende Planungsarchitektur auf zwei Ebenen der Unternehmenssteuerung. Für mittelständische Unternehmen ist der Einsatz besonders sinnvoll, wenn Planabweichungen regelmäßig auftreten und der Jahresplan allein keine ausreichende operative Steuerungsgrundlage mehr bietet.
Ergänzung der strategischen Planung
In den meisten mittelständischen Unternehmen ersetzt der Rolling Forecast den Jahresplan nicht vollständig. Gesetzliche Anforderungen, Investorenkommunikation und interne Zielvereinbarungsprozesse bleiben weiterhin auf das Geschäftsjahr ausgerichtet. Der Rolling Forecast ergänzt diese Struktur um eine zusätzliche operative Steuerungsebene. Er liefert eine kontinuierlich aktualisierte Einschätzung der Liquiditätsentwicklung zwischen zwei Budgetrunden und erhöht damit die Transparenz in der Unternehmenssteuerung.
Die rollierende Planung folgt dabei einem Bottom-up-Prinzip: Aktuelle Ist-Daten aus dem Tagesgeschäft fließen wöchentlich in das Modell ein und prägen die Prognose von unten nach oben, anstatt dass zentrale Planannahmen statisch fortgeschrieben werden.
Rolling Forecast als Soll-Ist-Vergleich in Echtzeit
In Verbindung mit dem Agicap-Modul Soll-Ist-Vergleich & Neuprognosen entsteht ein durchgängiger Steuerungsprozess: Die Prognose wird kontinuierlich mit Ist-Werten abgeglichen, Abweichungen werden analysiert und die Planung auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse fortgeschrieben. Dieser Prozess ersetzt aufwändige manuelle Nacherfassungen in Excel-Modellen.
Der Controller gewinnt dadurch Zeit für Analyse und Entscheidungsunterstützung, statt Stunden mit manueller Datenpflege zu verbringen.
Rolling Forecast Schritt für Schritt einführen
Die Einführung eines Rolling Forecasts erfordert keine sofortige technologische Transformation. Viele Unternehmen starten zunächst mit bestehenden Prozessen und entwickeln ihre Planung schrittweise weiter. Entscheidend sind jedoch ein klar definierter Prozess, ein fester Aktualisierungsrhythmus und eindeutig zugewiesene Verantwortlichkeiten.
Schritt 1: Planungshorizont und Aktualisierungsrhythmus festlegen
Im ersten Schritt wird definiert, welchen Zeitraum der Rolling Forecast abdecken soll und wie häufig er aktualisiert wird. Für die operative Liquiditätsplanung gilt ein 13-Wochen-Horizont mit wöchentlicher Aktualisierung als Standard. Für mittel- bis langfristige Planungsperspektiven arbeiten Unternehmen häufig mit 6 oder 12 Monaten und monatlichen Updates.
Der Aktualisierungsrhythmus ist dabei ebenso wichtig wie der Planungshorizont selbst. Eine Prognose, die nur einmal im Monat aktualisiert wird, verliert insbesondere in volatilen Marktphasen schnell an Steuerungsrelevanz.
Schritt 2: Ausgangssaldo und Datenquellen definieren
Grundlage der rollierenden Prognose ist der tagesaktuell konsolidierte Saldo aller Bankkonten. Bei Unternehmen mit mehreren Banken oder Gesellschaften muss diese Übersicht zunächst zentral zusammengeführt werden.
Typischerweise fließen drei Arten von Daten in den Rolling Forecast ein:
- •
Zahlungseingänge: Kundenforderungen mit bekannten oder auf historischen DSO-Werten basierenden Zahlungsterminen, Anzahlungen, Steuererstattungen oder Finanzerträge.
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Feststehende Zahlungsausgänge: Lieferantenverbindlichkeiten, Gehaltszahlungen, Mieten, Tilgungsraten, Steuerzahlungen oder bekannte außerordentliche Ausgaben.
- •
Historische Zahlungsströme: Vergangene Zahlungsbewegungen dienen als Grundlage für die Schätzung weiter entfernter Perioden.
Schritt 3: Zahlungsströme nach Sicherheitsgrad kategorisieren
Nicht alle Zahlungsströme sind gleich verlässlich. Eine praxisnahe rollierende Liquiditätsplanung unterscheidet typischerweise zwischen:
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Sicheren Zahlungsströmen: Gehaltszahlungen, Mieten oder Tilgungsraten.
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Wahrscheinlichen Zahlungsströmen: Zahlungseingängen aus offenen Rechnungen innerhalb üblicher Zahlungsziele.
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Geschätzten Zahlungsströmen: Erwarteten Eingängen mit erhöhtem Unsicherheitsfaktor, etwa bei verspäteten Kundenzahlungen oder projektabhängigen Umsätzen.
Diese Strukturierung ermöglicht eine realistischere Bewertung der Prognose und bildet die Grundlage für die spätere Szenariomodellierung.
Schritt 4: Szenarien im Forecast-Modell aufbauen
Eine einzelne Prognose reicht selten aus, um die tatsächliche Unsicherheit eines Unternehmens realistisch abzubilden. Deshalb arbeiten viele Finanzteams parallel mit einem Basis-, einem pessimistischeren und einem optimistischen Szenario.
Das pessimistische Szenario dient dabei nicht der Dramatisierung, sondern der Vorbereitung konkreter Handlungsoptionen. Wer bereits analysiert hat, welche Auswirkungen ein DSO-Anstieg um 20 Tage hätte, kann im Ernstfall schneller und strukturierter reagieren.
Mit dem Agicap-Modul Vorhersagen & Szenarien lassen sich mehrere Planungsannahmen parallel modellieren und direkt mit der rollierenden Liquiditätsplanung verknüpfen, ohne mehrere Excel-Dateien parallel pflegen zu müssen.
Schritt 5: Liquiditätsschwellen und Frühwarnsystem definieren
Ein Rolling Forecast entfaltet seinen vollen Nutzen erst dann, wenn er mit einem klar definierten Frühwarnsystem verbunden ist. Unternehmen sollten einen Mindestliquiditätswert festlegen, bei dessen Unterschreitung das Finanzteam automatisch benachrichtigt wird.
Bei Unternehmen mit stark schwankenden Einnahmen sollte dieser Schwellenwert typischerweise den fixen Betriebskosten von vier bis acht Wochen entsprechen.
Automatische Warnmeldungen machen aus dem Rolling Forecast nicht nur ein Planungsinstrument, sondern ein aktives Steuerungs- und Frühwarnsystem.
Schritt 6: Den Prozess konsequent wöchentlich aktualisieren
Der häufigste Fehler bei der Einführung eines Rolling Forecasts liegt nicht im Aufbau des Modells, sondern in der fehlenden laufenden Aktualisierung. Viele Unternehmen erstellen zunächst eine solide Ausgangsprognose, pflegen diese jedoch nicht mit ausreichender Regelmäßigkeit weiter. Dadurch verliert das Instrument genau dann an Wert, wenn es am dringendsten benötigt wird.
Zur wöchentlichen Aktualisierung gehören typischerweise:
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die Übernahme der tatsächlichen Bankbewegungen der vergangenen Woche,
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die Anpassung von Zahlungsannahmen bei verspäteten Kundenzahlungen,
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die Ergänzung neuer Zahlungsverpflichtungen,
- •
sowie die Erweiterung des Planungshorizonts um eine zusätzliche Woche.
Das größte Hindernis für mittelständische Unternehmen ist dabei meist nicht fehlende Disziplin, sondern der hohe operative Aufwand. Wenn die Aktualisierung eines Forecasts mehrere Stunden manueller Arbeit in Excel erfordert, sinkt die Aktualisierungsfrequenz zwangsläufig. Genau hier liegt der entscheidende Mehrwert automatisierter Lösungen.
Rolling Forecast in Unternehmensgruppen und Mehrgesellschaftsstrukturen
In Unternehmensgruppen mit mehreren Tochtergesellschaften wird ein Rolling Forecast deutlich komplexer. Gesellschaften arbeiten häufig mit unterschiedlichen Banken, teilweise in mehreren Währungen, und verfügen über voneinander getrennte Liquiditätsbestände. Gleichzeitig kann überschüssige Liquidität innerhalb der Gruppe genutzt werden, um Engpässe anderer Gesellschaften intern auszugleichen.
Ohne eine konsolidierte und tagesaktuelle Gesamtsicht auf die Gruppe bleibt dieses Potenzial jedoch oft ungenutzt. In der Praxis zeigt sich häufig folgendes Bild: Während eine Gesellschaft über ungenutzte Liquiditätsüberschüsse verfügt, entsteht bei einer anderen ein Finanzierungsbedarf, der durch interne Mittelverlagerungen vermeidbar wäre. Ohne zentrale Konsolidierung dauert es häufig mehrere Tage, diese Situation zu erkennen und darauf zu reagieren.
Dieselbe Studie von Agicap zeigt, dass deutschen Mittelständlern mit ungenauen Cashflow-Prognosen durchschnittlich 500.000 Euro pro Jahr an Zinserträgen entgehen, weil überschüssige Liquidität nicht rechtzeitig erkannt und angelegt wird.
Ein Rolling Forecast auf Gruppenebene erfordert dabei drei zentrale Voraussetzungen:
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Tagesaktuelle Konsolidierung der Liquiditätsdaten aller Gesellschaften sowohl auf Einzelgesellschafts- als auch auf Gruppenebene.
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Integration konzerninterner Finanzierungsströme als Bestandteil der laufenden Liquiditätssteuerung und Szenarioplanung.
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Ein koordinierter Aktualisierungsprozess: Wer aktualisiert welche Prognosen, in welchem Rhythmus und wie erfolgt die gruppenweite Konsolidierung?
Mit den Modulen Kassenabstimmung, Cash-Pooling und 13-Wochen-Prognose ermöglicht Agicap die tagesaktuelle Konsolidierung aller Gesellschaftsdaten, die automatische Aktualisierung der rollierenden Liquiditätsplanung bei neuen Bankbewegungen sowie die Szenariomodellierung innerhalb einer zentralen Plattform, ohne parallele Excel-Dateien pflegen zu müssen.
Rolling Forecast Software: Warum Excel an Grenzen stößt
Excel als Ausgangspunkt für die Liquiditätsplanung
Excel ist nach wie vor das Werkzeug, mit dem viele mittelständische Finanzteams ihre ersten Liquiditätsprognosen erstellen. Für einfache Anforderungen reicht Excel häufig zunächst aus. Mit zunehmender Unternehmensgröße steigt jedoch auch der operative Aufwand für die Pflege des Rolling Forecasts. Spätestens dann überwiegt der manuelle Aufwand den eigentlichen Nutzen des Modells.
Für wachsende Unternehmen wird der Einsatz einer spezialisierten Forecasting-Software deshalb zunehmend sinnvoll.
Strukturelle Grenzen von Excel für einen Rolling Forecast
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Keine automatisierte Aktualisierung
Bankdaten müssen manuell importiert und aktualisiert werden. Das kostet Zeit und erhöht die Fehleranfälligkeit.- •
Hoher Aufwand bei der Szenarioplanung
Mehrere Versionen desselben Forecast-Modells parallel zu pflegen, führt schnell zu Inkonsistenzen und zusätzlichem Abstimmungsaufwand.- •
Keine automatischen Warnmeldungen
Ob der prognostizierte Kontostand unter definierte Liquiditätsschwellen fällt, muss häufig manuell überprüft werden.- •
Erschwerte Zusammenarbeit zwischen Abteilungen
Wenn mehrere Teams parallel mit unterschiedlichen Excel-Dateien arbeiten, entstehen schnell abweichende Datenstände und Versionierungsprobleme.- •
Begrenzte Skalierbarkeit bei Mehrgesellschaftsstrukturen
Die Konsolidierung mehrerer Gesellschaften in Excel erfordert einen hohen manuellen Aufwand und liefert häufig keine tagesaktuelle Gesamtsicht.
Moderne Forecasting- und Treasury-Lösungen gehen inzwischen deutlich über reine Automatisierung hinaus. Viele Plattformen nutzen Machine-Learning-Modelle, um historische Zahlungsmuster zu analysieren und die Prognosegenauigkeit bei wiederkehrenden Zahlungsströmen kontinuierlich zu verbessern.
Checkliste: Reicht Excel noch aus oder ist eine spezialisierte Cash-Management-Software sinnvoll?
Prüfen Sie, wie viele der folgenden Punkte auf Ihr Unternehmen zutreffen:
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Mehr als zwei Bankverbindungen oder mehrere Gesellschaften
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Die wöchentliche Aktualisierung des Forecasts dauert mehr als zwei Stunden
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Die Szenarioplanung erfolgt über mehrere parallele Excel-Dateien
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Keine automatische Warnmeldung bei Unterschreitung definierter Liquiditätsschwellen
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Prognosen werden seltener als wöchentlich aktualisiert
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Der Saldoabgleich erfolgt manuell auf Basis heruntergeladener Kontoauszüge
Treffen drei oder mehr dieser Punkte zu, lohnt sich in vielen Fällen der Einsatz einer spezialisierten Cash-Management-Software . Die Umstellung muss dabei nicht sofort im gesamten Unternehmen erfolgen. Viele Mittelständler starten zunächst mit einem Pilotprojekt und erweitern die Nutzung anschließend schrittweise.
Agicap kombiniert direkte Bankanbindungen, automatische Forecast-Aktualisierung, Szenarioplanung und Liquiditätswarnungen in einer zentralen Plattform, ohne umfangreiche IT-Projekte zu erfordern.
In einer kostenlosen Demo zeigen wir Ihnen, wie Agicap Ihren Rolling Forecast automatisiert und den manuellen Aufwand im Finanzteam deutlich reduziert.
Häufig gestellte Fragen zum Rolling Forecast
Was ist ein Rolling Forecast?
Ein Rolling Forecast ist eine Finanzprognose, die kontinuierlich aktualisiert wird, indem der Planungshorizont mit jeder abgeschlossenen Periode um eine neue Periode nach vorne verschoben wird. Im Gegensatz zu einer statischen Prognose deckt er immer die gleiche Anzahl von Wochen oder Monaten in die Zukunft ab, unabhängig davon, wann er betrachtet wird. Im Liquiditätsmanagement wird er typischerweise mit einem 13-Wochen-Horizont und wöchentlicher Aktualisierung eingesetzt.
Was ist der Unterschied zwischen einem Rolling Forecast und einer traditionellen Prognose?
Die traditionelle Jahresplanung wird einmal jährlich (oder quartalsweise) erstellt und deckt einen fixen Zeitraum ab, der mit dem Geschäftsjahresende endet. Ihr Horizont schrumpft im Jahresverlauf. Der Rolling Forecast hingegen behält stets dieselbe Vorausschaubreite bei, wird regelmäßig mit Ist-Daten aktualisiert und reagiert systematisch auf Veränderungen, nicht erst bei außerordentlichen Überarbeitungen.
Was ist ein 12-Monats-Rolling-Forecast?
Ein 12-Monats-Rolling-Forecast ist eine Prognose, die immer die nächsten 12 Monate ab dem aktuellen Datum abdeckt. Jeden Monat wird ein neuer Monat am Ende des Horizonts ergänzt und der abgelaufene Monat mit Ist-Werten abgeschlossen. Er eignet sich besonders für die strategische Planung, das Finanzierungsmanagement und Investitionsentscheidungen, da er eine kontinuierliche Sicht ohne die Einschränkungen des statischen Jahresbudgets bietet.
Was ist ein konkretes Beispiel für einen Rolling Forecast?
Ein mittelständischer Maschinenbauer mit einem Jahresumsatz von 30 Millionen Euro arbeitet mit einem 13-Wochen-Rolling-Forecast. Jeden Montag werden die tatsächlichen Bankbewegungen der Vorwoche übernommen, die Zahlungseingänge auf Basis aktueller Fälligkeiten aktualisiert und Woche 14 neu in die Prognose aufgenommen.
In Woche 7 erkennt das Finanzteam, dass ein Großkunde seine Zahlung voraussichtlich 15 Tage später leisten wird als geplant. Das pessimistische Szenario zeigt, dass der Kontostand in Woche 11 unter den definierten Mindestschwellenwert fallen könnte. Entsprechende Maßnahmen werden sofort eingeleitet: Eine bestehende Kreditlinie wird teilweise aktiviert und zwei Lieferantenzahlungen werden um eine Woche verschoben. Der Engpass wird vermieden, bevor er entsteht.
Ohne rollierende Prognose wäre diese Situation häufig erst deutlich später sichtbar geworden, mit weniger Handlungsspielraum und höheren Finanzierungskosten.
Wie erstellt man einen Rolling Forecast in Excel?
Die Grundstruktur eines rollierenden Liquiditätsforecasts in Excel umfasst folgende Schritte:
Erstellen einer Tabelle mit dem konsolidierten Ist-Saldo aller Bankkonten als Ausgangspunkt
Anlegen von Wochenspalten für die nächsten 13 Wochen
Erfassen erwarteter Zahlungseingänge mit Fälligkeitsterminen sowie feststehender Zahlungsausgänge
Berechnen des prognostizierten Saldos Woche für Woche
Markieren von Zeitpunkten, an denen der Saldo unter den Mindestschwellenwert fällt
Wöchentliche Aktualisierung: Abschluss der abgelaufenen Woche als Ist-Wert, Ergänzung einer neuen Woche am Ende und Aktualisierung der Zahlungsannahmen
Die strukturellen Grenzen von Excel liegen in fehlender Bankanbindung, manuellen Aktualisierungen, fehlenden Warnmeldungen und aufwändiger Szenarienverwaltung.
Für mittelständische Unternehmen mit mehreren Gesellschaften oder mehreren Bankverbindungen automatisiert eine spezialisierte Cash-Management-Software wie Agicap diese Prozesse und reduziert den operativen Aufwand deutlich.





