Finanzbuchhaltungssoftware 2026: 7 Lösungen, die sich im Mittelstand lohnen

Lesezeit: 8 Min
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Die Finanzbuchhaltung ist für mittelständische Unternehmen unverzichtbar – sie stellt sicher, dass Geschäftsvorfälle korrekt erfasst, GuV und Bilanz erstellt und steuerliche sowie regulatorische Anforderungen erfüllt werden. Mit wachsender Komplexität, mehreren Gesellschaften und steigenden Belegvolumina reichen einfache Buchhaltungstools jedoch oft nicht mehr aus.

Dieser Beitrag zeigt, worin sich Finanzbuchhaltungssoftware von allgemeiner Buchhaltungssoftware unterscheidet, welche Anforderungen der Mittelstand hat und wie sich klassische Fibu-Lösungen mit spezialisierten Tools für Kreditorenprozesse (Accounts Payable) und Liquidität sinnvoll ergänzen lassen. Zudem werden ausgewählte Lösungen im Überblick vorgestellt und praxisnahe Kriterien für die Softwareauswahl gegeben.

Was ist eine Finanzbuchhaltungssoftware?

Eine Finanzbuchhaltungssoftware (Fibu-Software) unterstützt Unternehmen dabei, alle finanzrelevanten Geschäftsvorfälle strukturiert zu erfassen, zu verbuchen und auszuwerten. Im Mittelpunkt stehen dabei klassische Aufgaben der Finanzbuchhaltung wie laufende Buchführung, Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), Bilanz, Umsatzsteuervoranmeldungen und Jahresabschluss.

Im Unterschied zu einfachen Buchhaltungslösungen für Freiberufler oder Kleingewerbe richtet sich eine Finanzbuchhaltungssoftware in der Regel an Unternehmen mit doppelter Buchführungspflicht – insbesondere an GmbH, UG und mittelständische Unternehmensgruppen.

Anforderungen an Finanzbuchhaltungssoftware im Mittelstand

Rechtliche Anforderungen und Compliance in der Finanzbuchhaltung

Für mittelständische Unternehmen in Deutschland ist die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zentral. Eine moderne Finanzbuchhaltungssoftware sollte unter anderem unterstützen:

  • GoBD-konforme Belegablage und lückenlose Nachvollziehbarkeit von Buchungen,

  • DSGVO-konforme Speicherung und Verarbeitung sensibler Finanzdaten,

  • rechtssichere Verarbeitung von digitalen Eingangs- und Ausgangsrechnungen (E-Rechnungspflicht ab 2025),

  • Erstellung von USt-Voranmeldungen, Jahresabschlüssen und Auswertungen für Banken und Behörden.

Insbesondere Kapitalgesellschaften (z. B. GmbH, UG) benötigen eine Lösung, die die Anforderungen an doppelte Buchführung, Bilanzierung und Offenlegung zuverlässig abbildet.

Integration in die bestehende Systemlandschaft

Im Mittelstand ist die Finanzbuchhaltung selten ein isoliertes System. Eine geeignete Finanzbuchhaltungssoftware sollte:

  • sich nahtlos mit bestehenden ERP-Systemen verbinden,

  • Schnittstellen zu Banken, Steuerberatern (z. B. DATEV-Export) und ggf. Lohn- oder Warenwirtschaftssystemen bieten,

  • Daten standardisiert importieren und exportieren, um Doppelbuchungen und manuelle Nacharbeiten zu vermeiden.

Gerade bei mehreren Gesellschaften oder Standorten ist eine stabile, automatisierte Datenintegration ein entscheidender Effizienzfaktor.

Spezifische Anforderungen im Mittelstand

Mittelständische Unternehmen stehen häufig vor ähnlichen Herausforderungen:

  • mehrere Gesellschaften, Kostenstellen und Bankverbindungen,

  • steigendes Belegvolumen im Einkauf,

  • dezentrale Strukturen mit Fachbereichen, die eigenständig Bestellungen und Rechnungsfreigaben auslösen.

Praktische Auswahlkriterien für Finanzverantwortliche

  • Fachlicher Funktionsumfang: Doppelte Buchführung, GuV, Bilanz, USt, ggf. Anlagenbuchhaltung, Kostenrechnung.

  • Prozessunterstützung in Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung
    – Abbildung von Eingangsrechnungen, Mahnwesen, offenen Posten sowie Prüf- und Freigabe-Workflows.
    – Schnittstellen zu Kreditoren- und Rechnungsmanagement-Lösungen.

  • Integration und Systemanbindungen: ERP, Banken, Lohn, Steuerberater, ggf. Treasury-/Cash-Management-Tool.

  • Compliance, Sicherheit und Revisionssicherheit: GoBD, DSGVO, Rollen- und Rechtekonzept, Protokollierung.

  • Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit: Wachstum, zusätzliche Gesellschaften, internationale Anforderungen, Cloud-Fähigkeit.

Finanzbuchhaltungssoftware vs. Buchhaltungssoftware: Wo liegt der Unterschied im Mittelstand?

Der Begriff „Buchhaltungssoftware“ wird im Markt häufig sehr breit verwendet – von einfachen Online-Lösungen für Selbstständige bis hin zu professionellen Systemen für den Mittelstand. Eine Finanzbuchhaltungssoftware zeichnet sich im Kern dadurch aus, dass sie:

  • die doppelte Buchführung einschließlich Haupt-, Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung abbildet,

  • GuV, Bilanz und weitere Pflichtberichte erzeugt,

  • steuerrelevante Funktionen wie USt-Voranmeldung, Zusammenfassende Meldungen oder Anlagenbuchhaltung unterstützt.

Allgemeine Buchhaltungssoftware kann zusätzlich Bereiche wie Angebotserstellung, Rechnungslegung, Lohnabrechnung oder einfache Warenwirtschaft abdecken und richtet sich teilweise an Kleingewerbe und Freiberufler mit Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR).

Im Kontext dieses Artikels steht Finanzbuchhaltungssoftware für Lösungen, die klar auf Finanzbuchhaltung, Rechnungswesen und – häufig ergänzend – auf Kreditorenprozesse (Accounts Payable) ausgerichtet sind.

Vergleich 2026: Die wichtigsten Software-Lösungen für Ihre Finanzbuchaltung im Überblick

Im folgenden Überblick werden ausgewählte Lösungen betrachtet, die im deutschen Markt für Finanzbuchhaltung etabliert sind. Die Auswahl ist nicht vollständig, bietet aber eine Orientierung für typische Einsatzszenarien im Mittelstand.

Software

Features

Zielgruppe

DATEV Buchhaltungssoftware

Doppelte Buchführung, GuV und Bilanz, umfangreiche Auswertungen, zentrale Belegverwaltung, GoBD- und DSGVO-konforme Prozesse, tiefe Integration in Steuerberater-Workflows

Unternehmen jeder Größe in Deutschland, die hohen Wert auf Compliance und enge Steuerberateranbindung legen

Sage (z. B. Sage 50)

Modulare Finanzbuchhaltung, Rechnungswesen, Auftragsbearbeitung, teilweise Warenwirtschaft, USt-Voranmeldungen, Mahnwesen, DATEV-Export, digitale Belegarchivierung

Kleine und mittelständische Unternehmen mit Bedarf an integrierter Fibu- und Prozessabwicklung

Lexware buchhaltung / Lexware Office

EÜR und Bilanz, UStVA, Rechnungsstellung, Mahnwesen, integriertes Onlinebanking, DATEV-Schnittstellen, Cloud- und Desktop-Varianten, modular erweiterbar

Kleingewerbe bis gehobener Mittelstand, die eine skalierbare Fibu-Lösung suchen

sevdesk

Cloud-Buchhaltung, digitales Belegmanagement, Rechnungsstellung, Online-Banking-Integration, EÜR und in höheren Paketen Bilanzfunktionen, GoBD-konform, DATEV-Export

Kleine Unternehmen, Start-ups und Selbstständige, teilweise auch kleinere GmbH

Lexoffice

Cloud-Buchhaltung, Rechnungsstellung, Belegverwaltung, Steuerfunktionen inkl. UStVA, teilweise Bilanzfunktionen, direkte Anbindung an Steuerberater via DATEV-Export

Selbstständige, Freiberufler und kleinere Kapitalgesellschaften

OrgaMAX

Büro- und Buchhaltungssoftware, Angebote und Rechnungen, EÜR und Bilanz, Umsatzsteuervoranmeldung, Mahnwesen, DATEV- und ELSTER-Export, integrierte Büroorganisation

Kleinbetriebe und kleinere Mittelständler, die eine praxisnahe All-in-One-Lösung wünschen

BuchhaltungsButler

Automatisierte Beleg- und Zahlungszuordnung, Bankenschnittstellen, GoBD-konforme Archivierung, Auswertungen für EÜR und Bilanz, Fokus auf Automatisierung von Buchhaltungsprozessen

Digitale KMU und wachsende Unternehmen, die ihre Finanzbuchhaltung weitgehend automatisieren wollen

Die 7 wichtigsten Finanzbuchhaltungs-Lösungen im Mittelstand im Kurzportrait

DATEV Buchhaltungssoftware: Branchenstandard für Finanzbuchhaltung

DATEV ist der Branchenstandard für Finanzbuchhaltung und Abschlusserstellung in Deutschland. Die Lösung unterstützt doppelte Buchführung, GuV, Bilanz, umfangreiche Auswertungen und eine zentrale Belegverwaltung. Besonders stark ist DATEV in der Zusammenarbeit mit Steuerberater:innen und in prüfungssicheren, GoBD-konformen Prozessen.

Sage (z. B. Sage 50) als Buchhaltungsprogramm im Mittelstand

Sage bietet modulare Lösungen für Finanzbuchhaltung, Auftragsbearbeitung und zum Teil Warenwirtschaft. Unterstützt werden doppelte Buchführung, Rechnungswesen, USt-Voranmeldungen, Mahnwesen und der DATEV-Export. Damit eignet sich Sage für kleine und mittelständische Unternehmen, die eine integrierte Lösung für Fibu und operative Prozesse suchen.

Lexware buchhaltung (inkl. Lexware Office) für Finanzbuchhaltung im Mittelstand

Lexware buchhaltung adressiert Unternehmen von Kleingewerbe bis gehobenem Mittelstand mit Cloud- und Desktop-Varianten. Die Software bildet EÜR und Bilanz ab, unterstützt UStVA, Rechnungsstellung, Mahnwesen und bietet integriertes Onlinebanking sowie DATEV-Schnittstellen. Durch modulare Pakete lässt sich der Funktionsumfang sukzessive erweitern.
Neben Lexware buchhaltung setzen viele Unternehmen auch auf Lexware Office bzw. die Lexware-Komplettpakete, die Finanzbuchhaltung mit weiterer Büroorganisation kombinieren.

sevdesk Buchhaltungssoftware für kleine Unternehmen und Selbstständige

sevdesk ist eine cloudbasierte Buchhaltungssoftware mit Fokus auf digitales Belegmanagement, Rechnungsstellung und Online-Banking. Sie eignet sich besonders für kleine Unternehmen und Selbstständige, unterstützt EÜR und in höheren Paketen auch Funktionen für die Bilanzierung. GoBD-Konformität und DATEV-Export erleichtern die Zusammenarbeit mit Steuerberater:innen.

Lexoffice Buchhaltung: Cloud-Buchhaltungssoftware mit intuitiver Bedienung

Lexoffice ist eine benutzerfreundliche Cloud-Buchhaltungslösung mit intuitiver Bedienung für Selbstständige, Freiberufler und kleinere Kapitalgesellschaften. Die Software deckt Rechnungsstellung, Belegverwaltung, Steuerfunktionen (inkl. UStVA) sowie teilweise Bilanzfunktionen ab und bietet eine direkte Anbindung an Steuerberater via DATEV-Export.

OrgaMAX für Kleinbetriebe und kleinere Mittelständler

OrgaMAX kombiniert Büroverwaltung und Buchhaltung in einer Anwendung. Neben Angebots- und Rechnungserstellung unterstützt die Software EÜR und Bilanz, Umsatzsteuervoranmeldung, Mahnwesen sowie DATEV- und ELSTER-Exporte. Sie ist vor allem für Kleinbetriebe und kleinere Mittelständler interessant, die eine praxisnahe All-in-One-Lösung suchen.

BuchhaltungsButler: Automatisierte Buchhaltungssoftware für KMU

BuchhaltungsButler setzt auf die Automatisierung von Finanzbuchhaltungsprozessen. Die Software bietet automatisierte Beleg- und Zahlungszuordnung, Bankenschnittstellen, GoBD-konforme Archivierung und Auswertungen für EÜR und Bilanz. Sie richtet sich an digitale KMU, die ihre Fibu-Prozesse stark verschlanken möchten.

Die Grenzen klassischer ERP- und Fibu-Lösungen im modernen Cash Management

Viele mittelständische Unternehmen nutzen ERP-Systeme und Finanzbuchhaltungssoftware erfolgreich für Buchung, Reporting und Abschlusserstellung. Wenn es jedoch um tagesaktuelle Liquiditätssteuerung und integriertes Cash Management geht, stoßen diese Systeme häufig an Grenzen:

  • Zahlungsverkehr wird meist nur standardisiert und nicht zentral über mehrere Banken und Gesellschaften gesteuert.

  • Cashflow-Analysen und kurzfristige Prognosen basieren oft auf periodischen Salden, nicht auf aktuellen Zahlungsströmen.

  • Eine konsolidierte Gesamtübersicht über alle Bankkonten, Gesellschaften und Währungen ist nur unter erheblichem manuellem Aufwand möglich.

  • Szenarioanalysen („Was passiert, wenn bestimmte Zahlungen verschoben werden?“) sind in klassischen Fibu- oder ERP-Modulen nur eingeschränkt abbildbar.

Für CFOs und Finanzverantwortliche im Mittelstand bedeutet das: Die Finanzbuchhaltungssoftware bildet zwar das Fundament, reicht aber für ein professionelles, gruppenweites Cash Management alleine häufig nicht aus. Hier setzen spezialisierte Ergänzungslösungen an.

Agicap: Die smarte Ergänzung zu Ihrer Finanzbuchhaltung für echtes Cash Management

Rolle von Agicap neben der Finanzbuchhaltung

Agicap versteht sich nicht als Ersatz für eine Finanzbuchhaltungssoftware, sondern als ergänzende Plattform für digitales Kreditorenmanagement und integriertes Cash Management.

Die Lösung:

  • verbindet sich mit bestehenden Buchhaltungssystemen wie DATEV, Sage, Lexoffice oder sevdesk,

  • übernimmt relevante Daten zu Eingangsrechnungen, offenen Posten und Banktransaktionen,

  • stellt diese Informationen in einer konsolidierten, tagesaktuellen Liquiditätsübersicht über alle Konten und Gesellschaften bereit.

Die eigentliche Verbuchung findet weiterhin im Fibu-System statt. Agicap digitalisiert und strukturiert die vorgelagerten Prozesse und schafft damit eine verlässliche Basis für Finanzbuchhaltung und Treasury.

Automatisierte Kreditorenprozesse und Zahlungsmanagement

Im Bereich Kreditorenbuchhaltung unterstützt Agicap insbesondere die automatisierte Erfassung und Kategorisierung von Eingangsrechnungen, konfigurierbare Prüf- und Freigabe-Workflows, den Abgleich von Rechnungen mit Banktransaktionen sowie die Vorbereitung und Ausführung von Zahlungsläufen über mehrere Banken und Gesellschaften hinweg. Ergänzend dazu bietet die Lösung ein strukturiertes Mahnwesen auf Basis offener Posten.

Für Finanzabteilungen im Mittelstand bedeutet das: deutlich weniger manuelle Erfassung, weniger Medienbrüche und eine durchgängig nachvollziehbare Prozesskette – von der eingehenden Rechnung bis zur finalen Zahlung.

Liquiditätseffekte in Echtzeit sichtbar machen

Ein zentraler Mehrwert von Agicap liegt in der Verknüpfung von Kreditorenprozessen mit der kurzfristigen Liquiditätsplanung . Offene Rechnungen werden nach Fälligkeit, Lieferant und Gesellschaft transparent dargestellt, und die Auswirkungen geplanter Zahlungsläufe auf die Liquidität der nächsten Wochen werden unmittelbar sichtbar. Zahlungsziele, Skontofristen und individuelle Zahlungsstrategien lassen sich gezielt steuern.

Ein mittelständisches Unternehmen mit mehreren Gesellschaften und mehreren hundert Eingangsrechnungen pro Monat kann so die Bearbeitungszeit pro Rechnung deutlich reduzieren, Skontomöglichkeiten konsequenter nutzen und die kurzfristige Liquiditätsplanung auf Basis tatsächlicher Zahlungsströme statt nur auf Kontoständen ausrichten.

Jetzt nächsten Schritt gehen:
Wenn Sie sehen möchten, wie Agicap Ihre bestehende Finanzbuchhaltungssoftware im Kreditorenbereich und im Cash Management konkret ergänzen kann, vereinbaren Sie eine unverbindliche Demo und lassen Sie sich den Einsatz in Ihrem eigenen Setup zeigen.

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Fazit: So setzen Sie Finanzbuchhaltungssoftware im Mittelstand sinnvoll ein

1. Finanzbuchhaltungssoftware als Pflicht-Fundament

  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Lösung wirklich alle Fibu-Anforderungen abdeckt: doppelte Buchführung, GuV, Bilanz, USt, GoBD/DSGVO.

  • Prüfen Sie, ob Integration in ERP, Banken und Steuerberater-Umgebung (z. B. DATEV) stabil und weitgehend automatisiert läuft.

2. Spezielle Anforderungen im Mittelstand berücksichtigen

  • Mehrere Gesellschaften, Banken und hohe Belegvolumina sprechen gegen einfache Buchhaltungstools.

  • Wählen Sie eine Software, die Debitoren- und Kreditorenprozesse sowie Prüf- und Freigabeabläufe sauber unterstützt.

3. Fibu mit spezialisierten Lösungen gezielt ergänzen

  • Nutzen Sie Finanzbuchhaltungssoftware für Abschlüsse und Reporting – nicht als alleinige Cash-Management-Lösung.

  • Ergänzen Sie Ihre Fibu um spezialisierte Tools wie Agicap, wenn Sie:

    • Eingangsrechnungen und Zahlungsfreigaben digital steuern,

    • Zahlungsruns über mehrere Banken/Gesellschaften zentral planen,

    • und Liquidität tagesaktuell und vorausschauend steuern wollen.

Konkreter nächster Schritt:
Sehen Sie, ob Ihr aktuelles Setup diese drei Punkte erfüllt. Wenn nicht, lohnt sich ein strukturierter Vergleich der genannten Finanzbuchhaltungslösungen und ein Blick darauf, wie Agicap Ihre bestehende Fibu-Landschaft im Kreditoren- und Cash-Bereich ergänzen kann.

FAQ zur Finanzbuchhaltungssoftware

Welche Finanzsoftware ist die beste?

Eine pauschale „beste“ Finanzsoftware gibt es nicht. Entscheidend sind:

  • Unternehmensgröße und Rechtsform (Kleingewerbe, GmbH, Unternehmensgruppe),

  • Anforderungen an Finanzbuchhaltung (EÜR vs. doppelte Buchführung, Bilanz, Reporting),

  • Bedarf an ergänzenden Funktionen wie automatisierter Kreditorenbuchhaltung oder Liquiditätsplanung.

Für klassische Finanzbuchhaltung im Mittelstand kommen häufig Lösungen wie Sage, Lexware oder DATEV zum Einsatz. Spezialisierte Tools wie Agicap ergänzen diese Systeme bei Kreditorenprozessen und Liquiditätssteuerung.

Welche 3 Buchführungssysteme gibt es?

In der Praxis werden drei Grundformen der Buchführung unterschieden:

  • Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) – vereinfachtes Verfahren, meist für kleinere Unternehmen und Freiberufler ohne Bilanzpflicht,

  • doppelte Buchführung – Standard für Kapitalgesellschaften und größere Unternehmen; Grundlage für GuV und Bilanz,

  • Kameralistik – vor allem im öffentlichen Sektor anzutreffen.

Eine Finanzbuchhaltungssoftware für Unternehmen mit Bilanzpflicht muss die doppelte Buchführung zuverlässig unterstützen.

Welche Alternativen gibt es zu DATEV?

DATEV ist in Deutschland ein wichtiger Standard in der Zusammenarbeit mit Steuerberatern. Dennoch gibt es Alternativen für die interne Finanzbuchhaltung, etwa:

  • Sage,

  • Lexware,

  • Diamant Software,

  • FibuNet,

  • OrgaMAX,

  • sowie integrierte ERP-Lösungen mit Fibu-Modulen.

Viele dieser Systeme bieten gleichzeitig eine DATEV-Schnittstelle, sodass Steuerberater weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung arbeiten können.

Gibt es kostenlose Finanzbuchhaltungssoftware für Unternehmen?

Es existieren kostenlose oder sehr günstige Einstiegsangebote und Freemium-Modelle, die sich vor allem an Kleingewerbe und Freiberufler richten. Für mittelständische Unternehmen mit Bilanzpflicht, mehreren Gesellschaften oder komplexeren Prozessen stoßen solche Lösungen jedoch meist schnell an Grenzen – insbesondere bei Compliance, Skalierbarkeit und Integrationen. Für diesen Unternehmenskreis ist eine professionelle, kostenpflichtige Finanzbuchhaltungssoftware in der Regel die nachhaltigere Option.

 


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