Unternehmensplanungs-Software im Mittelstand: Welche Lösung passt 2026 zu Ihrer Finanzarchitektur?

Im Mittelstand basiert die Unternehmensplanung häufig noch auf einem Mix aus Excel, ERP-Auswertungen und einzelnen BI-Reports. Solange Strukturen überschaubar sind, funktioniert das – doch mit mehreren Gesellschaften, Banken und wachsender Komplexität wird es riskant, wichtige Entscheidungen auf dieser Basis zu treffen.
CFOs und Leiter Finanzen im Mittelstand brauchen heute mehr als nur ein Jahresbudget in Excel: Sie benötigen integrierte Unternehmensplanung, Szenarien, belastbare Prognosen – und gleichzeitig Transparenz über die Liquidität.
Dieser Beitrag ordnet ein, was unter Unternehmensplanungs-Software im Kontext mittelständischer Unternehmen zu verstehen ist, welche Anforderungen im Mittestand wirklich zählen, welche Lösungen sich dafür eignen – und wie spezialisierte Cash-Tools wie Agicap diese Landschaft sinnvoll ergänzen.
Was versteht man unter Unternehmensplanungs-Software?
Unternehmensplanung beschreibt den Prozess, mit dem ein Unternehmen seine Ziele definiert, Strategien ableitet und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung plant. Im Mittelstand umfasst das in der Regel mehrere Teilplanungen:
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Umsatz- und Absatzplanung nach Produkten, Regionen und Kundensegmenten
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Kosten- und Budgetplanung nach Kostenarten, Kostenstellen und Projekten
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Investitions- und Finanzierungsplanung für Sachanlagen, IT, M&A – inkl. Kreditlinien und Tilgungen
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Personalplanung (Stellen, FTE, Personalkosten)
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Finanzplanung mit integrierter Plan-GuV, Plan-Bilanz und Plan-Liquidität
Die Unternehmensplanungssoftware bildet diese Teilpläne in einem integrierten System ab. Sie verknüpft die Planungsbereiche, macht Abhängigkeiten transparent und ermöglicht Auswertungen, Szenarioanalysen sowie rollierende Prognosen.
Wichtige Abgrenzungen:
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Abgrenzung zur Buchhaltungssoftware
Finanzbuchhaltung und ERP-Systeme (z. B. SAP, DATEV) bilden Ist-Daten, Abschlüsse und steuerliche Pflichten ab. Sie sind eine wichtige Datenbasis, aber keine geeigneten Werkzeuge für eine integrierte, vorausschauende Unternehmensplanung.- •
Abgrenzung zu reinen Cash-Tools
Spezialisierte Lösungen für Liquiditäts- und Cash-Management (wie Agicap) fokussieren auf kurzfristige Zahlungsströme, Bankkonten und Kreditlinien. Sie ergänzen die Unternehmensplanung um eine zahlungsstrombasierte Sicht auf die Liquidität.
In vielen Fachbeiträgen ist von „Finanzplanungssoftware“ die Rede. In diesem Artikel steht bewusst die breitere Perspektive der Unternehmensplanungssoftware im Fokus – also nicht nur die Finanzplanung, sondern die integrierte Verknüpfung der zentralen Unternehmensbereiche.
Anforderungen und Auswahlkriterien für Unternehmensplanungs-Software im Mittelstand
Abbild der Unternehmens- und Organisationsstruktur
Mittelständische Unternehmensgruppen sind selten “einfache” Einheiten. Typisch sind:
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mehrere Gesellschaften (inkl. Holdings und Auslandstöchter),
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verschiedene Kostenstellen, ergebnisverantwortliche Bereiche und Projekte,
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unterschiedliche Währungen und Banken.
Eine passende Unternehmensplanungssoftware muss das abbilden können – mit:
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mehreren Gesellschaften und konsolidierter Übersicht über Plan-GuV und Plan-Bilanz,
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ausreichender Detailtiefe auf Kostenstellen-, Bereichs- oder Projektebene,
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Unterstützung interner Verrechnungen und konzerninterner Zahlungsströme.
Ein Tool, das nur eine einzelne Gesellschaft mit einfacher Kostenstellenstruktur kennt, stößt im größeren Mittelstand schnell an Grenzen.
Integrierte Planung statt Insellösungen
In vielen Unternehmen existieren nach wie vor getrennte Planungswelten: Der Vertrieb plant Umsätze in eigenen Excel-Modellen, HR plant Personal und FTE separat, und Controlling bzw. die Finanzabteilung pflegt eine Plan-GuV auf Basis von ERP-Exports. Das Ergebnis sind Inkonsistenzen, hoher Abstimmungsaufwand und wenig Transparenz.
Eine zeitgemäße Unternehmensplanung-Software für den Mittelstand sollte:
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Umsatz-, Kosten-, Personal-, Investitions- und Finanzplanung in einem Modell verknüpfen,
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automatisiert eine integrierte Plan-GuV, Plan-Bilanz und Plan-Liquidität erzeugen,
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Simulationen erlauben (z. B. Umsatzrückgang + Personalanpassung + Investitionsstopp) und deren Effekte auf Ergebnis und Bilanz sichtbar machen.
Wichtiges Auswahlkriterium: Deckt die Lösung nur die Finanzplanung (GuV/Bilanz) ab oder ermöglicht sie eine echte integrierte Unternehmensplanung inklusive Vertrieb, HR und ggf. Projekte?
Rolle von Controlling, Zusammenarbeit & Governance
Im Mittelstand verantwortet meist das Controlling die Unternehmensplanung. Entsprechend wichtig sind:
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Kennzahlensteuerung (KPI) – Deckungsbeiträge, EBIT, EBITDA, Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad etc. müssen im Tool abbildbar und auswertbar sein.
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Szenarien und rollierende Prognosen – Best-/Base-/Worst-Case sowie rollierende 12- oder 18-Monats-Prognosen.
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Zusammenarbeit – Mehrere Planer gleichzeitig, klare Rollen- und Rechtekonzepte, Freigaben und Kommentare.
Wesentlich ist die fachliche Bedienbarkeit: Das Finanzteam sollte Modelle und Berichte selbst weiterentwickeln können – ohne für jede Anpassung auf IT oder externe Berater angewiesen zu sein.
Datenbasis, Schnittstellen und Integration
Für eine belastbare Planung müssen die relevanten Daten automatisiert aus bestehenden Systemen fließen – typischerweise aus ERP- und Finanzbuchhaltungssystemen (z. B. SAP, DATEV, Microsoft Dynamics), aus CRM- bzw. Vertriebssystemen sowie aus HR-Systemen.
Je besser die Integration, desto aktueller die Ist-Werte, desto schneller lassen sich Prognosen aktualisieren und desto weniger Excel ist nötig.
Für die operative Liquiditätsplanung kommen Bankkonten als weitere Datenquelle hinzu. Hier stoßen klassische Unternehmensplanungstools oft an Grenzen – deshalb setzen viele mittelständische Unternehmen ergänzend auf spezialisierte Cash- und Liquiditätsplanungslösungen wie Agicap, die Bankumsätze direkt einlesen und konsolidieren.
Besondere Anforderungen bei projektorientierten Unternehmen
In projektorientierten Geschäftsmodellen (z. B. Maschinen- und Anlagenbau, IT-Dienstleister) muss die Software:
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Projektbudgets, Meilensteine und Abrechnungsmodelle abbilden,
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Ressourcen- und Kapazitätsplanung unterstützen,
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Projektergebnisse und Cash-Profile (z. B. Akontozahlungen, Meilensteinzahlungen) mit GuV-, Bilanz- und Liquiditätsplanung verknüpfen,
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Schnittstellen zu ERP-/Projektmodulen (z. B. SAP CO/PS) oder Projekttools bieten.
Sonst bleibt ein Bruch zwischen Projektcontrolling und Finanzplanung.
Planungsumfang & -tiefe im Überblick
Unternehmensplanungstools unterscheiden sich im Kern entlang von drei Achsen:
Umfang–Nur Finanzplanung (GuV/Bilanz/Cashflow) oder integrierte Planung inkl. Vertrieb, HR, Projekte?
Tiefe und Methodik–Jahresbudget vs. rollierende Prognosen und Szenarien; rein wertbasierte Planung vs. integrierte Plan-Liquidität?
Komplexität–Ein- vs. Mehr-Gesellschafts-Strukturen, nationale vs. internationale Gruppen, einfache vs. regulierte Umfelder (z. B. Covenants, Bankenanforderungen).
Die im nächsten Abschnitt vorgestellten Lösungen unterscheiden sich genau entlang dieser Dimensionen.
Vergleich: 6 Unternehmensplanungs-Software-Lösungen im Überblick
Im Mittelstand gibt es nicht die eine „beste“ Unternehmensplanungssoftware – die Lösungen unterscheiden sich deutlich in Fokus, Tiefe und Einsatzszenarien. Die folgende Übersicht stellt sechs relevante Tools gegenüber und zeigt auf einen Blick, welche Schwerpunkte sie setzen, welche Funktionen sie bieten, welche Vorteile daraus resultieren und für welche Zielgruppe sie typischerweise geeignet sind.
Software | Schwerpunkt | Features | Vorteile | Zielgruppe |
|---|---|---|---|---|
Agicap | Cash- & Liquiditätsplanung | Echtzeit-Transparenz über alle Bankkonten und Gesellschaften, automatisierte Kategorisierung und Abstimmung von Zahlungsströmen, zentrales Zahlungsmanagement inkl. Cash Pooling sowie standardisierte 13‑Wochen‑Cashflow-Prognosen mit Szenarien. | Transparente kurz- bis mittelfristige Liquidität und zentrale Steuerung von Cash, Zahlungen und Kreditlinien. | Mittelständische Unternehmen und Unternehmensgruppen mit mehreren Banken und Kreditlinien |
CoPlanner | Integrierte Unternehmens- und Finanzplanung | Module für Finanz-, Kosten-, Investitions- und Cashflow-Planung, Planung nach Kostenstellen/Projekten | Hohe Anpassungsfähigkeit, durchgängige integrierte Finanz- und Unternehmensplanung | Mittelständische Unternehmen mit Bedarf an flexibler, integrierter Planung |
Ecomplan UnternehmensCONTROLLER | Unternehmensplanung für kleinere/mittlere Betriebe | Vertriebs-, Budget-, Investitions- und Finanzplanung, Kennzahlen- und Planbilanzfunktionen | Schlanke Lösung für einfachere Strukturen, klarer Fokus auf klassische Mittelstandsanforderungen | Unternehmen am unteren Ende des Mid-Markets, bis ca. 250 Mitarbeitende |
elKomPLAN | Unternehmensplanung und -steuerung | Vordefinierte Teilpläne für Umsatz, Kosten, Personal; Konsolidierung; Top-down-/Bottom-up-Planung | Schnell einführbare Standardstrukturen, geeignet für Mehr-Gesellschafts-Setups | Klassische Mittelständler und mittelständische Gruppen mit mehreren Gesellschaften |
Jedox | Planung & Controlling mit starker Excel-Nähe | Integrierte Planung von GuV, Bilanz, Cashflow; Budgetierung; Prognosen; Reporting; Excel-Add-in | Professionalisierung bestehender Excel-Modelle, vertraute Bedienlogik bei höherer Robustheit | Unternehmen, die von Excel auf eine robuste integrierte Plattform umsteigen wollen |
Qvantum | Bereichsübergreifende Planung | Planung für Vertrieb, Kostenstellen, Personal und Budget; GuV-Planung; ERP-/Fibu-Integration | Hohe Flexibilität und Kollaboration, moderne Cloud-Architektur | Wachstumsstarke Mittelständler mit Bedarf an kollaborativer, skalierbarer Planung |
Die Lösungen im Einzelvergleich
Agicap (Cash- & Liquiditätsplanung als Baustein der Unternehmensplanung)
Agicap ist eine spezialisierte Cash- und Liquiditätsplattform für mittelständische Unternehmen und Unternehmensgruppen mit mehreren Banken und Gesellschaften. Die Lösung konsolidiert alle Bankkonten in einem Echtzeit-Überblick, inklusive Multi-Bank-, Multi-Entity- und Multi-Währungsfähigkeit.
Bankumsätze und offene Posten aus Buchhaltungs- und ERP-Systemen (z. B. DATEV, SAP) werden automatisiert eingelesen, abgestimmt und strukturiert, sodass zahlungsstrombasierte Liquiditätsprognosen – von sehr kurzfristigen Horizonten bis hin zu standardisierten 13‑Wochen-Prognosen – möglich werden.
Ergänzend stellt Agicap Funktionen für zentrales Zahlungsmanagement, Cash Pooling sowie flexibel konfigurierbare Dashboards und Reports bereit.
Für CFOs und Finanzleiter im Mid-Market reduziert dies den manuellen Excel-Aufwand in der Liquiditätsplanung deutlich und schafft eine belastbare Grundlage für die tägliche Steuerung von Cash, Kreditlinien und Finanzierungsspielräumen.

CoPlanner
CoPlanner ist eine modular aufgebaute Unternehmensplanungssoftware, die speziell auf die Anforderungen des Mittelstands ausgerichtet ist. Die Lösung bietet eigenständige Module für Finanz-, Kosten-, Investitions- und Cashflow-Planung und ermöglicht es, nach Kostenstellen, Projekten oder Geschäftseinheiten zu planen.
Aus den Teilplänen lassen sich automatisiert Plan-GuV und Plan-Bilanz ableiten. CoPlanner eignet sich insbesondere für mittelständische Unternehmen, die eine durchgängige, integrierte Finanz- und Unternehmensplanung mit hoher Anpassungsfähigkeit suchen und Wert auf eine enge Verzahnung von Ergebnis-, Kosten- und Investitionsplanung legen.
Ecomplan UnternehmensCONTROLLER
Der UnternehmensCONTROLLER von Ecomplan adressiert vor allem Unternehmen am unteren Ende des Mittelstands.
Die Software deckt zentrale Bausteine wie Vertriebs-, Budget-, Investitions- und Finanzplanung ab und ermöglicht auf dieser Basis die Ableitung von Planbilanzen und Kennzahlen. Für einfachere Unternehmensstrukturen kann der UnternehmensCONTROLLER eine pragmatische Lösung sein; bei mehreren Gesellschaften, komplexer Konsolidierung oder anspruchsvollen Reportinganforderungen stoßen die Möglichkeiten allerdings vergleichsweise schnell an Grenzen.
elKomPLAN
elKomPLAN ist eine Software zur Unternehmensplanung und -steuerung, die mit vordefinierten Teilplänen für Umsatz, Kosten und Personal arbeitet. Die Lösung unterstützt sowohl Top-down- als auch Bottom-up-Planungsansätze und erzeugt automatisiert Plan-GuV und Plan-Bilanz.
Dank integrierter Konsolidierungsfunktionen eignet sich elKomPLAN sowohl für klassische Mittelständler als auch für mittelständische Gruppen mit mehreren Gesellschaften. Unternehmen, die eine vergleichsweise standardisierte, aber konsolidierungsfähige Planungslösung suchen, finden hier einen etablierten Ansatz.
Jedox
Jedox ist im deutschsprachigen Mittelstand eine etablierte Plattform für Planung und Controlling. Die Software ermöglicht eine integrierte Planung von GuV, Bilanz und Cashflow und verbindet Budgetierung, Prognosen und Reporting in einem System.
Über ein Excel-Add-in können bestehende Arbeitsweisen weitgehend beibehalten werden, während gleichzeitig Robustheit, Governance und Datenkonsistenz deutlich steigen. Typische Einsatzszenarien finden sich bei Unternehmen, die ihre bisherige, stark Excel-basierte Planung professionalisieren und auf eine belastbare, integrierte Plattform heben möchten, ohne ihre Nutzer vollständig aus der vertrauten Excel-Umgebung zu reißen.
Qvantum
Qvantum ist eine moderne Unternehmensplanungssoftware mit Fokus auf bereichsübergreifende Planung. Im Zentrum stehen die Planung von Vertrieb, Kostenstellen, Personal und Budgets, ergänzt um eine integrierte GuV-Planung.
Die Lösung lässt sich mit gängigen ERP- und Finanzbuchhaltungssystemen wie SAP und DATEV verbinden und ist von Grund auf kollaborativ ausgelegt. Dadurch eignet sich Qvantum vor allem für wachstumsstarke Mittelständler, die eine flexible, skalierbare und cloudbasierte Planungsumgebung suchen und mehrere Fachbereiche aktiv in den Planungsprozess einbinden wollen.
Von Excel zur professionellen Unternehmensplanung-Software
Viele mittelständische Unternehmensgruppen planen nach wie vor maßgeblich in Excel – häufig historisch gewachsen und ergänzt um ERP-Exporte und einzelne BI-Reports. Spätestens mit mehreren Gesellschaften und Banken, vielen Beteiligten und komplexeren Szenarien wird diese Struktur jedoch zur Belastung: Konsolidierungen werden fehleranfällig, Versionen laufen auseinander, Abstimmungen kosten Zeit und die Transparenz über alle Einheiten hinweg leidet.
Für CFOs im gehobenen Mittelstand ist der nächste Schritt deshalb meist klar: weg von der Excel-dominierten Planung hin zu einer integrierten Unternehmensplanungssoftware als zentraler Planungs- und Steuerungsplattform. Ergänzend setzt sich im Mid-Market zunehmend ein zweiter Baustein durch: spezialisierte Cash- und Liquiditätsplanungstools wie Agicap, die die operative Liquidität tagesnah abbilden und so die integrierte Ergebnis- und Finanzplanung sinnvoll ergänzen.
Unternehmensplanung & Liquiditätsplanung: zwei Ebenen, ein Ziel
Unternehmensplanung und Liquiditätsplanung verfolgen dasselbe Ziel – die finanzielle Steuerung des Unternehmens –, arbeiten aber mit unterschiedlichen Zeithorizonten und Logiken.
Die Unternehmensplanungssoftware bildet strategische und operative Planungen ab (GuV, Bereiche, Investitionen). Sie arbeitet überwiegend auf Monats-, Quartals- oder Jahressicht und beantwortet Fragen wie:
„Wie entwickelt sich unser Ergebnis im nächsten Jahr?“ oder „Wie verändert sich unsere Bilanzstruktur?“
Cash- und Liquiditätsplanungstools wie Agicap fokussieren dagegen auf tagesnahe Zahlungsströme, Bankkonten und Kreditlinien. Sie arbeiten typischerweise im Horizont von wenigen Tagen bis rund 13 Wochen und adressieren Fragen wie:
„Sind wir in den nächsten Wochen jederzeit zahlungsfähig?“ oder „Wann drohen Engpässe, wann entstehen Spielräume für Investitionen?“
Für CFOs im gehobenen Mittelstand gilt: Ergebnisziele (Plan-GuV) und tägliche Zahlungsfähigkeit (Cash) müssen zusammen gedacht werden. In der Praxis hat sich daher ein zweistufiger Ansatz bewährt: die Unternehmensplanungssoftware für integrierte Ergebnis- und Bereichsplanung – ergänzt um spezialisierte Cash-Lösungen wie Agicap für die operative Liquiditätssteuerung.
So schließen Lösungen wie Agicap die Lücke zwischen integrierter Unternehmensplanung und der täglichen Steuerung der Zahlungsströme.
Agicap im Kontext der Unternehmensplanung: Vorteile für den Mittelstand
Agicap ist eine spezialisierte Cash- und Liquiditätsplattform für mittelständische Unternehmen und Unternehmensgruppen. Die Lösung ergänzt ERP, Buchhaltung und Unternehmensplanungssoftware (z. B. Jedox, CoPlanner, Qvantum) und fokussiert auf tagesaktuelle Liquidität, Zahlungsströme und Kreditlinien – also auf die operative Ebene unterhalb der strategischen FP&A-Planung.
Durch die Anbindung an ERP- und Buchhaltungssysteme werden Bankumsätze und offene Posten automatisiert zusammengeführt, kategorisiert und konzernweit konsolidiert. CFOs erhalten damit einen klaren Echtzeit-überblick über alle Bankkonten und Gesellschaften und können zahlungsstrombasierte Cash-Prognosen auf Tages- bis 13‑Wochen-Horizont erstellen.
So entsteht ein praktisches Frühwarnsystem für Liquiditätsengpässe und Spielräume: Finanzverantwortliche sehen früh, ob Investitionen, Ausschüttungen oder Wachstumsschritte liquiditätsseitig darstellbar sind, und steuern Zahlungen und Kreditlinien entsprechend. Gleichzeitig sinkt der manuelle Aufwand in der Liquiditätsplanung deutlich, weil Routinen wie das Aktualisieren von Prognosen und das Abstimmen von Kontobewegungen automatisiert werden.
Agicap fungiert damit als zusätzliche „Liquiditätsschicht“ in der Finanzarchitektur – besonders relevant für Unternehmen im gehobenen Mittelstand mit mehreren Banken, Gesellschaften und relevanten Kreditlinien bzw. Covenants.
Praxisbeispiel: Hennecke Group – von Excel zur integrierten Liquiditätssteuerung
Die Hennecke Group, ein internationaler Maschinenbauer aus dem industriellen Mittelstand mit mehreren Gesellschaften, zahlreichen Bankkonten und fondsfinanzierter Struktur, musste ihr Cash- und Liquiditätsreporting gegenüber dem Investor professionalisieren, Covenants überwachen und gebundene Liquidität reduzieren.
Statt einer fragmentierten Planung über verschiedene ERP-Systeme und Excel setzte Hennecke auf Agicap als zentrale Cash- und Liquiditätsplattform. Bankkonten und Buchhaltungssysteme wurden angebunden, Zahlungsströme automatisiert konsolidiert und eine laufend aktualisierte 13‑Wochen-Liquiditätsplanung aufgebaut.
Das Ergebnis: weniger manueller Abstimmungsaufwand, eine tagesnahe, konzernweite Liquiditätssicht und mehr Sicherheit im Umgang mit Covenants und Finanzierungsspielräumen – umgesetzt weitgehend vom Finanzteam selbst, ohne großes IT-Projekt.
Fazit: Welche Unternehmensplanungs-Software passt zum Mid-Market?
Die eine „beste“ Unternehmensplanungssoftware für alle mittelständischen Unternehmen gibt es nicht. Ausschlaggebend sind Struktur, Komplexität und das Zielbild der eigenen Finanzarchitektur.
Für viele Unternehmen im gehobenen Mittelstand bewährt sich ein Ansatz in zwei Stufen:
Eine integrierte Unternehmensplanungssoftware dient als zentrale Plattform für GuV-, Bilanz- und Bereichsplanung (z. B. CoPlanner, Jedox, Qvantum, elKomPLAN). Ergänzt wird sie um ein spezialisiertes Cash- und Liquiditätstool wie Agicap, sobald mehrere Banken, Kreditlinien und volatile Zahlungsströme ins Spiel kommen.
Bei komplexeren Unternehmensgruppen mit hohen Konsolidierungs- und Reportinganforderungen werden häufig zusätzlich EPM-/CPM-Lösungen eingesetzt – auch hier sinnvoll ergänzt durch eine Cash-Plattform für die operative Liquidität.
Für viele mittelständische Unternehmen gilt daher:
Die Kombination aus integrierter Unternehmensplanung für Ergebnis, Bilanz und Bereiche und einer spezialisierten Cash- und Liquiditätsplattform wie Agicap schafft die Grundlage, um strategische Ziele und tägliche Zahlungsfähigkeit gleichermaßen verlässlich zu steuern.
Nächster Schritt: eigene Cash- und Liquiditätssituation prüfen
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FAQ – Häufige Fragen zur Unternehmensplanungs-Software
Welche Rolle spielt Excel in der Unternehmensplanung im Mittelstand?
Excel ist in vielen Unternehmen nach wie vor das zentrale Planungswerkzeug. Für einfache Strukturen kann das funktionieren. Mit mehreren Gesellschaften, vielen Beteiligten und komplexen Szenarien stößt Excel jedoch schnell an Grenzen: Versionierungsprobleme, Fehleranfälligkeit und mangelnde Transparenz. Spätestens dann ist der Umstieg auf eine integrierte Unternehmensplanung-Software sinnvoll.
Ist eine Planungssoftware als Freeware für mittelständische Unternehmen sinnvoll?
Eine kostenlose Planungssoftware (Freeware) ist eher für sehr kleine Unternehmen oder erste Tests geeignet. Für den Mid-Market sind die Grenzen schnell erreicht: fehlende Skalierbarkeit, kaum Integration in ERP/Fibu, wenig Support und begrenzte Governance- und Rechtekonzepte. Für ETI und gehobenen Mittelstand sind professionelle, integrierbare Lösungen in der Regel die bessere Wahl.
Gibt es Open-Source-Lösungen für die Unternehmensplanung – und sind sie für den Mittelstand geeignet?
Es existieren Open-Source-Ansätze, oft in Form von BI- oder Planning-Frameworks. Sie bieten Flexibilität und ein attraktives Lizenzkostenmodell. Für mittelständische Unternehmen mit begrenzten IT-Ressourcen sind sie allerdings selten erste Wahl: Implementierung, Weiterentwicklung, Sicherheit und Compliance liegen vollständig in der Verantwortung des Unternehmens. Im Mittelstand setzen sich daher meist Standardlösungen für Unternehmensplanung und spezialisierte Cash-Tools durch, die schneller eingeführt und fachlich vom Finanzteam gesteuert werden können.
Worin unterscheidet sich eine Planungssoftware für das Controlling von einer allgemeinen Unternehmensplanungssoftware?
Eine Controlling-Planungssoftware fokussiert primär auf Finanz- und Kennzahlensteuerung (GuV, Bilanz, KPIs, Reporting). Eine allgemeine Unternehmensplanung-Software geht einen Schritt weiter und bindet zusätzlich Bereiche wie Vertrieb, HR oder Projekte ein. Im Mittelstand kommt häufig eine Kombination zum Einsatz: ein Controlling-orientiertes Planungstool als Kern, ergänzt um Module oder zusätzliche Lösungen für Bereichsplanung und Liquidität.





