Ausgabenmanagement-Software für den Mittelstand: Die besten Lösungen 2026 im Vergleich

Lesezeit: 8 min

Einleitung

Eine professionelle Ausgabenmanagement-Software unterstützt mittelständische Unternehmen dabei, sämtliche Ausgaben zentral zu steuern, Budgets einzuhalten und Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Für deutsche KMU und Mittelständler kommen zwei geschäftskritische Anforderungen hinzu, die international ausgerichtete Tools oft vernachlässigen: die GoBD-konforme Belegarchivierung und die nahtlose Anbindung an DATEV.

Die Ausgangslage in vielen Finanzabteilungen spricht eine klare Sprache: Laut der Agicap/Innofact-Studie „Kreditorenmanagement im Mittelstand 2025“ nutzen 50 % der CFOs keine spezialisierte Software zur Verwaltung von Lieferantenrechnungen. Zudem verlassen sich 10 % der deutschen Finanzverantwortlichen ausschließlich auf Tabellenkalkulationen. Das Ergebnis: 68 % der deutschen CFOs kämpfen regelmäßig mit unkontrollierten Ausgaben.

Dieser Beitrag ordnet zunächst ein, was eine moderne Ausgabenmanagement-Software leistet und worin der Unterschied zum klassischen Liquiditätsmanagement liegt. Anschließend zeigen wir, welche Auswahlkriterien für den deutschen Markt entscheidend sind, vergleichen die relevanten Lösungen und gehen auf die jeweiligen Stärken ein.

Was ist eine Ausgabenmanagement-Software?

Eine Ausgabenmanagement-Software, international auch als Spend Management oder Expense Management-Software bezeichnet, ist ein digitales Werkzeug für die Verwaltung aller Unternehmensausgaben: Damit erfassen Unternehmen alle ausgehenden Zahlungen zentral, überwachen Budgets in Echtzeit und automatisieren Genehmigungsprozesse. Zu den Kernfunktionen gehören die digitale Belegerfassung, die Verwaltung von Firmenkarten, automatisierte Freigabeworkflows sowie der strukturierte Export der Daten in die Buchhaltung.

In vielen Unternehmen verteilt sich die Ausgabensteuerung heute noch auf isolierte Werkzeuge: Excel-Tabellen, E-Mail-Freigaben, separate Spesen-Apps und eine traditionelle Buchhaltungssoftware. Keines dieser Tools liefert für sich genommen einen Echtzeitüberblick über die gesamten eingegangenen Verpflichtungen. Die Studienergebnisse bestätigen dies: 41 % der deutschen Unternehmen nutzen Excel zumindest teilweise für ihr Kreditorenmanagement, 10 % sogar als einziges Werkzeug.

Eine dedizierte Software löst drei zentrale Kernprobleme:

  • Mangelnde Transparenz: Ohne ein zentrales System sehen Finanzverantwortliche erst beim Monatsabschluss, welche Kosten tatsächlich angefallen sind.

  • Belegchaos: Papierbelege, ungeordnete E-Mail-Anhänge und manuelle Excel-Listen führen zu verlorenen Nachweisen und hohen Bearbeitungskosten.

  • Unkontrollierte Ausgaben: Ohne klare Limits und automatisierte Freigabeprozesse entstehen Kosten, die das geplante Budget unbemerkt überschreiten.

Für den deutschen Markt kommt eine wesentliche regulatorische Komponente hinzu: Belege müssen nach den GoBD revisionssicher archiviert werden. Eine moderne Ausgabenmanagement-Software unterstützt diese Anforderung über einen digitalen Audit-Trail.

Ausgabenmanagement vs. Liquiditätsmanagement: Was braucht ein deutsches KMU wirklich?

Dies ist der entscheidende Unterschied, den viele Vergleiche übersehen, und er bestimmt maßgeblich, welche Lösung zu Ihrem Unternehmen passt.

Eine reine Ausgabenmanagement Software bildet ab, was Ihr Unternehmen ausgibt: Kartentransaktionen, Lieferantenrechnungen, Spesen. Sie schafft Kontrolle und Transparenz auf der Ausgabenseite.

Ein Liquiditätsmanagement geht einen Schritt weiter: Es verbindet die Ausgaben mit den Einnahmen und zeigt, wie sich jede Transaktion auf die verfügbare Liquidität auswirkt. Damit lässt sich nicht nur kontrollieren, sondern auch planen, etwa wann genügend Mittel für größere Anschaffungen bereitstehen.

Kriterium

Reine Ausgabenmanagement Software

Liquiditätsmanagement mit integriertem Ausgabenmanagement

Ausgabentransparenz

Ja

Ja

Budgetkontrolle

Ja

Ja

Einnahmenseite abgebildet

Nein

Ja

Liquiditätsauswirkung jeder Ausgabe

Nein

Ja, in Echtzeit

Cashflow-Planung

Nein

Ja

Für ein wachsendes deutsches KMU mit einem Finanzteam von ein bis fünf Personen ist die Frage daher nicht nur „Wie kontrolliere ich Ausgaben?", sondern „Wie wirken sich diese Ausgaben auf meine Liquidität aus?". Genau hier setzt der integrierte Ansatz an: Jede validierte Transaktion aktualisiert automatisch das Cash-Management, sodass Finanzverantwortliche stets den vollständigen Überblick über die Liquiditätsauswirkung ihrer Ausgaben haben.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten: die wichtigsten Kriterien

Nicht jede Lösung deckt dieselben Anforderungen ab: Manche konzentrieren sich auf Spesen, andere ausschließlich auf Lieferantenzahlungen. Die Wahl der richtigen Software hängt von Ihren konkreten Anforderungen ab. Bevor Sie vergleichen, lohnt es sich daher zu klären, was Sie tatsächlich von der Software erwarten. Die folgenden sechs Kriterien sind für deutsche KMU und Mittelständler besonders relevant.

1. Automatisierung wiederkehrender Aufgaben

Eine gute Software nimmt Ihrem Team die zeitaufwendigen Routinen ab: Belegerfassung über eine fortschrittliche OCR-Technologie, die Rechnungsdaten automatisch ausliest, Rechnungsabgleich, Erinnerungen, Warnungen bei Limitüberschreitungen sowie die automatisierte Erstellung von Buchungssätzen. Je mehr dieser Aufgaben das Werkzeug übernimmt, desto mehr wertvolle Zeit gewinnt Ihr Team für Analyse und Budgetsteuerung. Die Bedienbarkeit ist dabei entscheidend: Eine zu komplexe Oberfläche wird im Alltag umgangen.

2. Anbindung an Buchhaltung, Banken und ERP

Die Software sollte nicht isoliert arbeiten, sondern sich in Ihre bestehende Systemlandschaft einfügen: Buchhaltungssoftware, ERP-Anbindung, Bankverbindungen. Eine saubere Integration vermeidet Doppelerfassungen und Übertragungsfehler und synchronisiert Zahlungen, Kontoauszüge und Buchungsdaten. Für den deutschen Markt ist die DATEV-Anbindung hier das zentrale Kriterium für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater.

3. Zentrale Ablage von Rechnungen und Belegen

Auf einer zentralen Plattform sollten sich alle eingegangenen, validierten und bezahlten Ausgaben einsehen lassen, jeweils mit zugeordnetem Beleg und Budget. Diese Zentralisierung erleichtert interne Kontrollen und Prüfungen und vermeidet Doppelerfassungen, besonders bei mehreren Standorten oder Gesellschaften.

4. Sicherheit und GoBD-Konformität

Ausgabenmanagement bedeutet die Verarbeitung sensibler Finanzdaten. Achten Sie auf ein hohes Sicherheitsniveau bei Datenspeicherung und Zugriffsrechten sowie auf die Nachvollziehbarkeit jedes Schritts (Freigabe, Änderung, Ablehnung). Für Deutschland zentral sind die GoBD-konforme, revisionssichere Archivierung der Belege und die Einhaltung der relevanten Compliance-Standards, etwa mit Blick auf regulatorische Entwicklungen wie die E-Rechnungspflicht.

5. Deutschsprachiger Support und Hosting

Bei steuerlichen und regulatorischen Fragen ist Support in deutscher Sprache ein praktischer Vorteil. Je nach interner Richtlinie kann auch der Hosting-Standort der Daten ein Auswahlkriterium sein.

6. Mobiler Zugriff und Skalierbarkeit

Ein mobiler Zugriff ermöglicht es Mitarbeitenden, Ausgaben unterwegs zu erfassen und Freigaben zu erteilen, ohne Prozesse auszubremsen. Für die Leitung zählen verlässliche, aktualisierbare Dashboards. Und die Lösung sollte mit Ihrem Unternehmen wachsen, auch wenn die Zahl der Gesellschaften und Nutzer steigt.

Die besten Ausgabenmanagement-Lösungen 2026 im Vergleich

Die folgende Übersicht stellt die für den deutschen Mittelstand relevanten Lösungen anhand der oben genannten Kriterien gegenüber. Es handelt sich nicht um ein Ranking: Welche Lösung am besten passt, hängt von den spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens ab.

Software

Funktionsumfang

Stärken

Zielgruppe

Firmenkarten (virtuell und physisch), Lieferantenrechnungs- und E-Rechnungsmanagement mit OCR, Kaufaufträge, vorbereitende Buchhaltung, Genehmigungsworkflows, DATEV- und ERP-Anbindung.

Direkte Verbindung jeder Ausgabe mit der Liquiditätsplanung, All-in-one-Treasury-Plattform.

KMU und Mittelständler, die Ausgaben und Cash-Management zusammenführen möchten.

Circula

Firmenkarten (virtuell und physisch), Belegerfassung per App, Spesenabrechnungs-Workflows, Mitarbeiter-Benefits, DATEV-Anbindung.

Hosting in Deutschland, DATEV-gerechte Vorstrukturierung, starker DE-Fokus.

KMU und Mittelständler mit Fokus auf Spesen und Mitarbeiterausgaben.

Moss

Firmenkarten (virtuell und physisch), E-Rechnungs- und Lieferantenmanagement, Beleg-App, vorbereitende Buchhaltung, DATEV-Anbindung.

Hosting in Deutschland, modularer Aufbau, intuitive Oberfläche.

Deutsche KMU und mittelständische Unternehmen.

Pleo

Firmenkarten (virtuell und physisch), Belegerfassung per App, Ausgabenkontrollen (Limits), Genehmigungsworkflows, Buchhaltungsanbindung.

Karten in über 50 Währungen, hohe Nutzerfreundlichkeit.

Teams mit Schwerpunkt auf Karten- und Spesenverwaltung.

Spendesk

Firmenkarten (virtuell und physisch), Lieferantenrechnungs- und E-Rechnungsmanagement, Kaufaufträge, Genehmigungsworkflows, DATEV-Anbindung.

Mehrstufe Genehmigungsworkflows, Beschaffungsfunktionen, Echtzeit-Dashboard.

Unternehmen mit etwa 50 bis 500 Mitarbeitenden.

SAP Concur

Firmenkarten (über Partner), Reisekostenmanagement, Belegerfassung per App, Genehmigungsworkflows, DATEV-Schnittstelle, ERP-Anbindung.

Etablierter Anbieter im Reise- und Ausgabenmanagement, sehr breites Partnernetzwerk.

Mittelständische bis große, oft international tätige Unternehmen.

Qonto

Geschäftskonto, Firmenkarten (virtuell und physisch), Lieferantenrechnungsmanagement, Ausgabenkontrollen (Limits), DATEV-Anbindung.

Banking und Ausgabensteuerung in einer Anwendung, SEPA-Echtzeitüberweisung.

Kleinunternehmen bis hin zum strukturierten Mittelstand.

Die Lösungen im Detail

Agicap

Agicap ist eine Cash-Management-Software, die das Ausgabenmanagement als integriertes Modul innerhalb einer All-in-one-Treasury-Plattform abdeckt. Das Modul umfasst Firmenkarten (virtuell und physisch), ein Lieferantenrechnungs- und E-Rechnungsmanagement in den Formaten XRechnung und ZUGFeRD sowie OCR-Datenextraktion für klassische Belege, Kaufaufträge, die digitale Erstattung von Mitarbeiterauslagen sowie die vorbereitende Buchhaltung mit DATEV- und ERP-Anbindung. Belege werden per App erfasst, Freigaben laufen über individuell konfigurierbare Genehmigungsworkflows.

Das differenzierende Merkmal ist die direkte Verbindung jeder Ausgabe mit der Liquiditätsplanung: Jede validierte Transaktion aktualisiert automatisch das Cash-Management, sodass Finanzverantwortliche die Liquiditätsauswirkung in Echtzeit sehen, ohne manuelle Nacherfassung. Damit erhält der CFO eine konsolidierte Sicht aus getätigten Ausgaben, offenen Rechnungen und kurzfristiger Liquiditätsauswirkung und behält so die volle Kontrolle über alle Ausgaben.

In puncto Datensicherheit verarbeitet Agicap Finanzdaten nach den Vorgaben der DSGVO: Hosting in der EU, verschlüsselte Datenübertragung (TLS), Datenverschlüsselung im Ruhezustand (AES-256) und rollenbasiertes Rechtemanagement (RBAC). Ein digitaler Audit-Trail dokumentiert alle Ausgaben, Transaktionen und Freigaben revisionssicher und unterstützt die GoBD-Konformität.

Agicap richtet sich an KMU und Mittelständler, die Ausgabensteuerung und Cash-Management auf einer Plattform zusammenführen möchten, statt beide getrennt zu betreiben.

Visual about cash positioning with Agicap

Circula

Circula ist eine in Berlin entwickelte Software-as-a-Service-Lösung für das Management von Mitarbeiterausgaben. Die Plattform bündelt die papierlose Abrechnung von Reisekosten und Spesen, Firmenkarten (virtuell und physisch) sowie digitale Mitarbeiter-Benefits in einem Produkt. Belege werden per App erfasst, Freigabeprozesse laufen transparent für alle Beteiligten.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Einhaltung deutscher steuerlicher Vorgaben: Die Daten werden auf deutschen Servern gespeichert, und alle Abrechnungsdetails sind DATEV-gerecht vorstrukturiert. Circula ist nach Angaben des Anbieters bei mehr als 2.000 Unternehmen im Einsatz. Die Lösung eignet sich besonders für KMU und Mittelständler, die ihren Schwerpunkt auf Spesen- und Mitarbeiterausgaben legen und Wert auf einen ausgeprägten Deutschland-Fokus legen.

Moss

Moss ist eine ganzheitliche Software-Lösung für das Ausgaben- und Finanzmanagement. Über Firmenkarten (virtuell und physisch), digitales E-Rechnungs- und Lieferantenmanagement sowie die vorbereitende Buchhaltung lassen sich Unternehmensausgaben zentral und in Echtzeit steuern. Belege werden per App erfasst und automatisch zugeordnet.

Ein Merkmal von Moss ist die Ausrichtung auf den Bedarf deutscher Unternehmen, einschließlich sicheren Daten-Hostings in Deutschland und der Integration in Buchhaltungssoftware wie DATEV. Der modulare Aufbau erlaubt es Unternehmen, den Funktionsumfang an ihre Anforderungen anzupassen. Moss richtet sich an deutsche KMU und mittelständische Unternehmen, die ein Ausgabenmanagement mit Firmenkarten und enger Buchhaltungsanbindung suchen.

Pleo

Pleo vereinfacht die Verwaltung von Geschäftsausgaben durch Firmenkarten (virtuell und physisch), die in über 50 Währungen einsatzbereit sind. Funktionen wie Belegerfassung per App, individuelle Ausgabenkontrollen (Limits) und eine Echtzeit-Übersicht über alle Transaktionen geben Unternehmen Kontrolle über ihre Ausgaben. Nach einem Kauf werden Mitarbeitende direkt zum Beleg-Upload aufgefordert, wodurch manuelle Ausgabenberichte entfallen.

Die Anbindung an gängige Buchhaltungssoftware gehört zum Standard. Ein differenzierendes Merkmal ist die auf Einfachheit ausgelegte Nutzerführung, die eine schnelle Einführung ohne großen Schulungsaufwand ermöglicht. Pleo eignet sich vor allem für Teams, deren Schwerpunkt auf der Verwaltung von Firmenkarten und Spesen liegt, auch über mehrere Standorte hinweg.

Spendesk

Spendesk ist eine All-in-one-Lösung für das Ausgabenmanagement, die Kaufaufträge, Freigaben, das Lieferantenrechnungs- und E-Rechnungsmanagement, Zahlungen und die vorbereitende Buchhaltung in einem Werkzeug zentralisiert. Mitarbeitende zahlen eigenständig mit Firmenkarten (virtuell und physisch), während das Finanzteam über ein laufend aktualisiertes Dashboard die Kontrolle behält.

Die Plattform bietet mehrstufige Genehmigungsworkflows und eine native DATEV-Anbindung. Nach Angaben des Anbieters liegt die Zielgruppe bei Unternehmen mit etwa 50 bis 500 Mitarbeitenden. Ein differenzierendes Merkmal sind die über die reine Spesenabrechnung hinausgehenden Beschaffungsfunktionen. Spendesk eignet sich für wachsende mittelständische Unternehmen, die Beschaffung und Ausgabensteuerung in einem strukturierten Freigabeprozess abbilden möchten.

SAP Concur

SAP Concur ist ein etablierter Anbieter im Bereich Reise- und Ausgabenmanagement und unterstützt seit 1993 die Automatisierung von Abrechnungsprozessen. Die Lösung kombiniert Reisekostenmanagement, Ausgabenmanagement und eine softwaregestützte Prüfung von Belegen und Transaktionen. Belege werden per App erfasst, Freigaben laufen über Genehmigungsworkflows.

Für den deutschen Markt bietet SAP Concur eine flexible DATEV-Schnittstelle sowie die Anbindung an weitere ERP-Systeme über offene APIs. Die Einführung erfolgt über ein breites Netz lokaler Implementierungspartner. Ein differenzierendes Merkmal ist die Ausrichtung auf komplexe, oft international tätige Organisationen mit länderspezifischen Anforderungen. SAP Concur richtet sich an mittelständische bis große Unternehmen, die ihr Reise- und Ausgabenmanagement standardisiert und skalierbar abbilden möchten.

Qonto

Qonto ist ein Geschäftskonto mit integrierten Finanzfunktionen, das Banking und Ausgabensteuerung in einer Anwendung zusammenführt. Zum Funktionsumfang gehören Firmenkarten (virtuell und physisch, auf Basis des Mastercard-Netzes), SEPA-Echtzeitüberweisungen und -Lastschriften, Lieferantenrechnungsmanagement sowie Funktionen für die Ausgabenkontrolle.

Über die DATEV-Anbindung werden Transaktionen und Belege automatisch synchronisiert, was die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater erleichtert. Ein differenzierendes Merkmal ist die Verbindung von Kontoführung und Ausgabenmanagement in einer benutzerfreundlichen Oberfläche, ergänzt um Unterkonten zur Strukturierung der Finanzen. Qonto eignet sich vor allem für Kleinunternehmen bis hin zum Mittelstand, die Banking und Ausgabensteuerung ohne separate Systeme verwalten möchten.

Praxisbeispiel: Metallbude steuert sein Wachstum über die Liquiditätsplanung

Der Möbelhersteller Metallbude aus Detmold verkauft seit 2020 Designmöbel direkt über einen Onlineshop. Das Unternehmen wächst schnell: rund 9 Mio. € geplanter Umsatz und ein Wachstum von 50 % gegenüber dem Vorjahr. Die zentrale Herausforderung des Geschäftsmodells ist das kurzfristige Liquiditätsmanagement, denn etwa die Hälfte des Umsatzes entfällt auf das vierte Quartal, und das Wachstum wird aus dem eigenen Cashflow vorfinanziert.

Im Ausgabenmanagement sorgten monatlich 200 bis 300 Transaktionen ohne Beleg, vor allem aus dem Marketing, für hohen manuellen Aufwand. Hinzu kam der Einsatz mehrerer getrennter Werkzeuge ohne konsolidierten Überblick.

Mit Agicap arbeitet das Team heute mit virtuellen Firmenkarten für verschiedene Mitarbeitende und Zwecke. Alle Ausgaben fließen live in das System, Mitarbeitende werden automatisch an den Beleg-Upload erinnert, und die Daten werden per DATEV-Anbindung an die Steuerberatung übertragen. So zeigt sich der integrierte Ansatz in der Praxis: Sämtliche Marketingausgaben fließen unmittelbar in die kurzfristige Liquiditätsplanung ein, die der Geschäftsführer täglich prüft.

„Alles in einem Werkzeug zu haben, ist für mich der größte Vorteil von Agicap. So erleben wir keine bösen Überraschungen im Hinblick auf unsere Liquidität. Wir sehen jeden Tag den Cashflow und wie viel wir am Ende des Tages übrig haben." Tobias Stermer, Geschäftsführer bei Metallbude.

Worauf es bei der Einführung praktisch ankommt

Achten Sie bei der konkreten Auswahl darauf, dass sich das Werkzeug automatisch mit Ihren Geschäftskonten und, falls vorhanden, mit Ihrem Zahlungsdienst für die Firmenkarte verbindet. So liegen Ihnen die aktuellen Ausgaben jederzeit vor, ohne einzelne Transaktionen manuell zusammenzutragen. Je nach Reifegrad Ihrer Finanzprozesse ist außerdem entscheidend, ob die Software Ausgaben isoliert betrachtet oder direkt mit Ihrer Cashflow-Planung verknüpft.

Ausgabenmanagement-Software für mittelständische Unternehmen: Kontrolle und Liquidität zusammendenken

Für deutsche KMU und Mittelständler kommt es bei der Wahl einer Ausgabenmanagement Software auf drei Dinge an: regulatorische Konformität (GoBD, DATEV), Transparenz über alle Ausgaben und, je nach Reifegrad, die Verbindung zur Liquiditätsplanung.

Eigenständige Tools lösen die Ausgabenseite zuverlässig. Wer jedoch nicht nur kontrollieren, sondern auch planen möchte, profitiert von einem integrierten Ansatz, bei dem jede Ausgabe automatisch in die Cashflow-Planung einfließt.

Möchten Sie Ihr Ausgabenmanagement direkt mit Ihrer Liquiditätsplanung verbinden? Fordern Sie eine kostenlose Demo an und sehen Sie, wie Agicap beide Bereiche in einer Plattform zusammenführt.

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Häufige Fragen zur Ausgabenmanagement Software (FAQ)

Welche Ausgabenmanagement-Software ist GoBD-konform?

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GoBD-konform sind Lösungen, die Belege unveränderbar, nachvollziehbar und revisionssicher archivieren. In Deutschland entwickelte Tools wie Lexoffice, sevdesk und Circula erfüllen diese Anforderung; Agicap unterstützt die GoBD-Konformität über einen digitalen Audit-Trail, der alle Ausgaben, Transaktionen, Genehmigungen und Belege dokumentiert. Prüfen Sie im Zweifel die aktuelle Konformitätsbestätigung des jeweiligen Anbieters.

Wie integriert sich eine Ausgabenmanagement-Software in DATEV?

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Die meisten für den DE-Markt relevanten Lösungen bieten eine native DATEV-Schnittstelle oder einen automatisierten Export. Bei Agicap erfolgt die Übertragung über die vorbereitende Buchhaltung: Validierte Ausgaben werden mit angehängten Belegen und berechneter MwSt direkt an DATEV oder Ihr ERP-System übergeben. Das reduziert manuelle Buchungsfehler und verkürzt die Closing-Zeit.

Was ist der Unterschied zwischen Ausgabenmanagement und Buchhaltungssoftware?

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Eine Ausgabenmanagement-Software steuert ausgehende Zahlungen in Echtzeit (Karten, Rechnungen, Spesen) und schafft Transparenz, bevor Ausgaben entstehen. Eine Buchhaltungssoftware erfasst Transaktionen nachträglich für den Jahresabschluss. Beide ergänzen sich: Das Ausgabenmanagement liefert die Daten, die Buchhaltung verbucht sie.

Was kostet eine Ausgabenmanagement-Software?

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Die Preise variieren je nach Nutzerzahl, Funktionsumfang und Anzahl der angebundenen Banken und Module. Manche Anbieter veröffentlichen Festpreise, andere kalkulieren individuell nach Unternehmensgröße. Für eine belastbare Einschätzung empfiehlt sich eine direkte Anfrage beim jeweiligen Anbieter. (Hinweis: belastbare Preisangaben liegen mir nicht aus verifizierter Quelle vor, daher keine konkreten Zahlen genannt.)

Gibt es eine kostenlose Ausgabenmanagement-Software?

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Viele Anbieter stellen einen kostenlosen Testzeitraum oder einen Demotermin bereit, mit dem Sie die Software vor der Entscheidung kennenlernen können. Vollständige Lösungen mit Firmenkarten, DATEV-Integration und Liquiditätsplanung sind in der Regel kostenpflichtig.

Was bringt eine Firmenkreditkarte mit Ausgabenmanagement?

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Eine Firmenkreditkarte mit integriertem Ausgabenmanagement verbindet das Bezahlen mit der automatischen Erfassung und Kontrolle jeder Ausgabe, ganz anders als eine klassische Bankkarte. Für jede Karte lassen sich individuelle Limits sowie Händler- und Kategorienbeschränkungen festlegen. Belege werden direkt nach dem Kauf per App erfasst und fließen automatisch in die vorbereitende Buchhaltung.

Der entscheidende Unterschied von Agicap zu eigenständigen Kartenlösungen: Jede Transaktion aktualisiert automatisch die Liquiditätsplanung in Echtzeit, sodass Sie die finanziellen Auswirkungen sofort sehen. Mit den Firmenkarten von Agicap behalten Sie Ausgaben und Liquidität auf einer einzigen Plattform im Blick.

 


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