Welche Rolle spielt die SKU in der Lagerhaltung?

Lesezeit: 4 min
Die Frage „Was ist SKU?“ taucht in der Logistik häufig auf.

Was ist SKU?“ Über diese Abkürzung stolpert man zwangsläufig, wenn man mit Warenwirtschaft und/oder Lagerhaltung zu tun hat. Doch wozu braucht man diese Nummer überhaupt, und wie vergibt man sie? All diesen Fragen gehen wir in diesem Artikel auf die Spur.

Was ist SKU in der Logistik?

Die Frage „Was ist SKU?“ taucht in der Logistik häufig auf. Die Abkürzung SKU steht dabei für Stock Keeping Unit. Sie gibt die Registriernummer eines Produkts an und ist einmalig. Man spricht sowohl von einer SKU-Nummer als auch von einem SKU-Code.

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Jede Verkaufseinheit eines Produkts erhält eine einmalige und eindeutige SKU-Nummer. Als Verkaufseinheit bezeichnet man dabei die minimalste Menge, die von einem Produkt verkauft wird. Zum Beispiel erhält ein paar Schuhe eine einzige SKU-Nummer, weil die Schuhe nur als Paar verkauft werden.

Die SKU-Nummer wird in der Regel vom ERP-System vergeben, welches das Unternehmen nutzt. Jedes Produkt, das ins Lager aufgenommen wird, wird mit einer solchen Nummer versehen. Anhand des SKU-Codes lässt sich also ganz genau kontrollieren, wo sich ein bestimmtes Produkt befindet, oder ob noch eine genügend hohe Anzahl im Lager vorrätig ist. Damit lässt sich der Bestand im Lager nachverfolgen und kontrollieren.

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Unterschied zum Barcode

Um die Lagerbewegung von Waren zu erfassen, werden Barcodes gescannt. Diese sind zwar verwandt mit der SKU-Nummer, jedoch nicht dasselbe. Der Barcode wird als EAN (European Article Number) oder als UPC (Universal Product Code) angegeben. Im Vergleich zum SKU-Code, der ein Mix aus Buchstaben und Ziffern mit variabler Länge sein kann, besteht der Barcode aus einer Folge aus 12 Ziffern gefolgt von einem Strichcode.

Beim SKU-Code kann das Unternehmen die Nomenklatur selbst festlegen, während Barcodes einer internationalen Norm unterliegen. Der SKU-Code dient nur zum internen Gebrauch und hilft einem Unternehmen dabei, seine Bestände zu kontrollieren. Barcodes enthalten dagegen andere Eigenschaften, wie Informationen zum Produkthersteller und dem Ursprung der Produktion. Barcodes dienen zum externen Gebrauch und werden vom Hersteller vergeben.

Wo finde ich die SKU-Nummer?

Eine SKU-Nummer ist üblicherweise zwischen acht und zwölf Zeichen lang, kann aber auch kürzer oder länger sein – je nachdem, wie ein Unternehmen oder Händler seine Waren handhabt. Der SKU-Code wird über dem Barcode eines Produkts angegeben.

Was ist eine SKU-Nummer genau?

Eine SKU-Nummer ist eine Reihe aus Zahlen und Buchstaben. Üblicherweise weist sie schon auf das Produkt und dessen Eigenschaften hin. So könnte ein SKU-Code für ein grünes Herren T-Shirt in der Größe 40 beispielsweise so aussehen: SHIRT-H-40-G. Ein blaues T-Shirt für Damen in der Größe 40 so: SHIRT-D-40-B.

Der Verkäufer kann so jederzeit in seinem System sehen, wie viele T-Shirts er noch auf Lager hat. Somit kann er rechtzeitig Waren nachbestellen und hat einen Überblick, was noch vorrätig ist und sich eventuell schlechter verkauft.

Kennt man seine Waren genau, kann man sehr gefragte Produkte im Lager so platzieren, dass sie schnell griffbereit sind. Jene, die sich weniger häufig verkaufen, können dann an einer weniger prominenten Stelle gelagert werden. Dadurch verkürzen sich Laufwege und die Lagereffizienz steigt.

Was ist ein gutes SKU-System?

Die kurze Antwort auf diese Frage: Eines, das funktioniert. Da die SKU nur dem internen Gebrauch dient, sind Unternehmen beim Aufbau eines SKU-Systems sehr frei. Je nachdem, wie viele verschiedene Waren es zu verwalten gibt, wird das System so aufgebaut, dass es gut erweiterbar ist und den Lager- und Logistikanforderungen gerecht wird.

Es ist sehr hilfreich, wenn man in der SKU-Nummer die grundlegenden Eigenschaften einer Ware beschreibt. Hierbei kann man von der wichtigsten Eigenschaft bis hin zu den weniger wichtigen durchgehen.

Beispiel für SKU-Generierung

Beim Hinterlegen von Schuhen könnte der SKU-Aufbau so aussehen:

  1. Marke
  2. Modell
  3. Geschlecht
  4. Größe
  5. Farbe

Das Modell „Jump“ der Marke „Coole Treter“ in der roten Damenausführung und in Größe 40 könnte man als SKU-Nummer dann so darstellen:

CT-JP-D-40-R

Ein Herrenmodell in grün und Größe 44 so:

CT-JP-H-44-G

Bei SKU-Nummern kommt es vor allem darauf an, dass sie dem Unternehmen die Lagerhaltung und Bestandsnachverfolgung so einfach wie möglich machen.

Damit durch den Blick auf den SKU-Code keine Verwechslungen auftauchen und die falsche Ware entnommen wird, empfiehlt es sich auf den Buchstaben „O“ zu verzichten, da dieser mit der Ziffer 0 verwechselt werden kann. Ein I wie Ida und kleines L (l) sind ebenfalls ungünstig, wenn man beim SKU-Code auch Kleinbuchstaben benutzen möchte.


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