So gelingt die Steigerung der Umsatzrentabilität in Ihrem Unternehmen

Wenn Sie sich fragen, wie Sie in Ihrem Unternehmen die Umsatzrentabilität steigern können, erhalten Sie in diesem Artikel viele Informationen und Tipps dazu. Wir erklären Ihnen alles Wichtige rund um das Thema Umsatz- und Unternehmensrentabilität, wie Sie diese bestimmen und prognostizieren können und was Sie aktiv dafür tun können, Ihr Unternehmen noch rentabler zu machen.

Inhalt:

Umsatzrentabilität steigern für mehr unternehmerischen Erfolg

Wenn Sie die Umsatzrentabilität steigern, verhelfen Sie Ihrem Unternehmen zu mehr Erfolg und behaupten sich besser gegen die Konkurrenz. Kennen Sie Ihre Unternehmensrentabilität, können Sie daraus wichtige Schlüsse ziehen, die zur Unternehmenssteuerung und -führung dienen sowie bei der Entscheidungsfindung unterstützen.

Unternehmenssteuerung

Die Kennzahlen der Rentabilität ermöglichen Ihnen eine effektive Unternehmenssteuerung. Diese Zahlen repräsentieren auch nach außen, wie gut es Ihrem Unternehmen geht und wie effizient es wirtschaftet. Für Aktionäre und Kreditgeber sind das wichtige Kenngrößen, um die Performance Ihres Unternehmens einzuschätzen.

Unternehmensführung

Die Kennzahlen zur Unternehmensrentabilität fallen auf Sie als Verantwortliche:r zurück und zeigen Ihren Geschäftspartnern:innen, wie erfolgreich Sie in der Unternehmensführung sind. Haben Sie beispielsweise eine steigende Umsatzrentabilität vorzuweisen, zeigt das, dass Sie als Verantwortliche:r Maßnahmen ergriffen haben, um die Produktivität in Ihrem Unternehmen zu steigern.

Entscheidungsfindung

Wenn strategische Entscheidungen getroffen werden müssen, ist das Heranziehen der Kennzahlen zur Rentabilität ebenfalls ein gutes Hilfsmittel. Im Rahmen der Rentabilitätsvorschau (auf die wir später genauer eingehen werden), fällt es Ihnen leichter, Entscheidungen zu treffen, wenn Sie wissen, wo Sie gerade stehen und wie Ihre Ziele in den kommenden Jahren aussehen sollen.

Welche Kennzahlen zur Unternehmensrentabilität gibt es?

Die Rentabilität eines Unternehmens oder Geschäfts kann unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet werden. Die daraus ermittelten Kennzahlen geben Ihnen Einblicke in verschiedene finanzielle Bereiche Ihres Unternehmens und zeigen Ihnen auf, wo noch ungenutztes Potenzial brachliegt. Im Folgenden zeigen wir Ihnen einige Kennzahlen, wie Sie Ihre Unternehmensrentabilität berechnen.

Eigenkapitalrentabilität

Die Eigenkapitalrentabilität gibt die Verzinsung an, mit der Sie Ihr Eigenkapital „angelegt“ haben und damit Ihren Unternehmensgewinn erwirtschaften:

Eigenkapitalrentabilität = Gewinn / Eigenkapital

Die Zahl für den Gewinn entspricht dem Wert des Jahresüberschusses nach Steuern aus Ihrer jährlichen Gewinn-Verlust-Rechnung. Der Wert für das Eigenkapital geht aus der Aktivseite Ihrer Bilanz hervor.

Die Eigenkapitalrentabilität schwankt von Jahr zu Jahr, da sowohl Ihr Gewinn als auch Ihr eingesetztes Kapital jährlichen Schwankungen unterliegen. Haben Sie beispielsweise in einem Geschäftsjahr 1 Million Euro als Eigenkapital eingesetzt und einen Gewinn von 100.000 Euro erwirtschaftet, beträgt die Eigenkapitalrentabilität für das betrachtete Jahr 10%. Diese Kennzahl bewertet direkt die Ertragskraft Ihres Unternehmens.

Fremdkapitalrentabilität

Die Fremdkapitalrentabilität gibt die Verzinsung Ihres Fremdkapitals an, also die Höhe der Zinskosten:

Fremdkapitalrentabilität = Fremdkapitalzinsen / Fremdkapital

Wenn Sie sich Fremdkapital in Form eines Kredits geliehen haben, müssen Sie diesen mit Zinsen zurückzahlen. Beispielsweise haben Sie einen Kredit mit 100.000 Euro aufgenommen, für den innerhalb eines Geschäftsjahres 20.000 Euro an Zinsen angefallen sind. Es ergibt sich für diesen Fall also eine Fremdkapitalrentabilität von 20 %.

Es sollte daher im Interesse Ihres Unternehmens sein, diesen Wert möglichst gering zu halten, da die Zinsen für Sie einen Kostenfaktor darstellen.

Gesamtkapitalrentabilität

Bei der Gesamtkapitalrentabilität werden sowohl das Eigen- als auch das Fremdkapital (in Form des Gesamtkapitals) dem Gewinn und den Fremdkapitalzinsen gegenübergestellt:

Gesamtkapitalrentabilität = (Gewinn + Fremdkapitalzinsen)/ Gesamtkapital

An dieser Kennzahl sind Unternehmen am meisten interessiert, denn sie bewertet, wie rentabel das eingesetzte Kapital im Unternehmen arbeitet. Je höher die Gesamtkapitalrentabilität, desto effizienter arbeitet Ihr Kapital für Sie. Erhöhen Sie den Gewinn und reduzieren Sie zeitgleich das Kapital, (dann) steigern Sie die Rentabilität Ihres Unternehmens am effektivsten.

Umsatzrentabilität

Bei der Berechnung der Umsatzrentabilität setzt man den Gewinn mit dem Umsatz ins Verhältnis:

Umsatzrentabilität = Gewinn / Umsatz

Der Gewinn ist, wie bereits weiter oben erwähnt, der Jahresüberschuss nach Steuern. Den Umsatz entnehmen Sie Ihrer Gewinn- und Verlustrechnung. Er ist dort als Umsatzerlös ausgewiesen und entspricht dem kompletten Absatz des Unternehmens, der im jeweiligen Geschäftsjahr generiert wurde. Liegt Ihr Gewinn beispielsweise bei 100.000 Euro und Ihr Umsatz bei 1 Million Euro, beträgt Ihre Umsatzrentabilität 10%.

Diese Kennzahl wird erst so richtig interessant, wenn man sie für einige Geschäftsjahre berechnet und die Ergebnisse dann miteinander vergleicht. Stieg Ihre Umsatzrentabilität in den letzten Jahren kontinuierlich an, ist das ein gutes Zeichen, denn sie ist ein Hinweis darauf, dass die Produktivität in Ihrem Unternehmen gestiegen ist (sofern Sie durch Preiserhöhungen nicht künstlich entgegengewirkt haben).

Im umgekehrten Fall – bei sinkender Umsatzrendite – ist der Grund oft eine sinkende Produktivität. Anhand der Umsatzrentabilität können Sie also die Effizienz Ihres Unternehmens messen.

Wann gilt ein Unternehmen/Geschäft als rentabel?

Das ist wohl die Gretchenfrage, um die sich in diesem Artikel alles dreht. Das Berechnen der obigen Kennzahlen ist die eine Sache, die Interpretation eine andere.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass ein Unternehmen dann rentabel ist, wenn es seine Kosten durch den erwirtschafteten Umsatz decken kann und dabei noch ein Gewinn erzielt wird. Je nach den Ambitionen des:der Geschäftsführers:in gibt es also unterschiedliche Antworten auf die Frage: „Wann ist ein Unternehmen rentabel?“.

Eine pauschale Aussage oder spezifische Werte bezüglich der Rentabilitätskennzahlen lassen sich daher nicht ableiten. Man kann jedoch aus den unterschiedlichen Kennzahlen einige Prinzipien ableiten:

  • Je höher die Eigenkapitalrentabilität, desto größer ist der finanzielle Erfolg des Unternehmens.
  • Je niedriger die Fremdkapitalrentabilität, desto besser für das Unternehmen, weil weniger Kosten durch Zinsen anfallen.
  • Je höher die Steigerung der Umsatzrentabilität von Jahr zu Jahr, desto produktiver wirtschaftet das Unternehmen.
  • Je höher die Gesamtkapitalrentabilität, desto finanziell erfolgreicher ist das Unternehmen und desto effizienter geht es mit seinem zur Verfügung stehenden Kapital um.

Was können Verantwortliche tun, um die Umsatzrentabilität zu steigern?

Verantwortliche haben nun also eine ganze Menge an Stellschrauben, an denen sie drehen können, um die Rentabilität ihres Unternehmens zu verbessern.

Der gute Wille allein und die Aussage: „Ich möchte rentabler werden“ reichen jedoch nicht aus, wenn man die Unternehmensrentabilität nachhaltig verbessern möchte. Aufgabe des:der Verantwortlichen ist es also, sich konkrete Ziele in Form von definierten Kennzahlen zu setzen: Welche Rentabilität soll kurz-, mittel- und langfristig angestrebt werden? Nur so lassen sich dann auch Strategien definieren und konkrete Maßnahmen einleiten, die zur Steigerung der Unternehmensrentabilität führen.

Was ist eine Rentabilitätsplanung und was sind ihre Ziele?

Im Rahmen der Rentabilitätsplanung erstellen Verantwortliche einen „Fahrplan“, wo die Reise in den nächsten Monaten und Jahren hingehen soll und was die Rentabilität des Unternehmens betrifft. Es wird analysiert, wie hoch die Nachfrage ist und wie die Planung des Angebots aussieht. Bei der Rentabilitätsplanung geht es darum, herauszufinden, ob sich die aufgewendeten Mittel (Kosten) aus Sicht des Unternehmens rechnen, wenn man sie ins Verhältnis mit dem erwarteten Gewinn setzt. Es wird also eine Ertragsvorschau erstellt, die die erwarteten Kosten und Gewinne einander gegenüberstellt.

Die Rentabilitätsplanung lässt auch eine Abschätzung zu, wie erfolgreich eine Investition ist. Außerdem ist sie wichtig für die Vorlage bei einer Bank, wenn man einen Kredit beantragen muss. Die Berater:innen wollen wissen, ob das Geschäftsmodell bzw. das Unternehmen tragfähig ist. Um das beurteilen zu können, sind konkrete Zahlen notwendig.

Welche Bestandteile hat die Rentabilitätsplanung?

In die Rentabilitätsplanung fließen sowohl die Umsatz- als auch die Betriebskostenplanung mit ein. Diese beiden werden meist für ein Jahr erstellt, während die Rentabilitätsplanung sich üblicherweise über drei Geschäftsjahre erstreckt.

Umsatzplan

Dieser beinhaltet die Prognose der zu erwartenden Umsätze. Falls Ihr Unternehmen schon länger tätig ist, haben Sie aus den vorangegangenen Geschäftsjahren schon einige Zahlen zur Verfügung, die Ihnen zur Orientierung dienen. Je genauer die Prognose erstellt werden kann, desto besser.

Betriebskostenplan

Hier werden sämtliche laufende Kosten des Unternehmens aufgestellt: Gehaltszahlungen, Miete, Reise-, Marketing- und sonstige Betriebskosten, die während eines Jahres anfallen.

Wie erstellt man eine Rentabilitätsvorschau?

Nun geht es darum, den Umsatz- und den Betriebskostenplan zu einer Rentabilitätsvorschau zu vereinen.

Von der Umsatzprognose zieht man die voraussichtlichen Kosten für den Waren- und Materialeinsatz ab und erhält den sogenannten Rohertrag (zu erwartenden Gewinn) für den Planungszeitraum.

Die Differenz zwischen diesem Rohertrag und den Betriebskosten ist das Betriebsergebnis (vor Zinsen und Steuern). Zieht man Steuern und Zinsen auch noch ab, erhält man den Jahresüberschuss (bei einem positiven Ergebnis) oder den Jahresfehlbetrag (bei einem negativen Ergebnis). Diese Rechnung führt man für drei Geschäftsjahre durch und berechnet dann die Kennzahlen zur voraussichtlichen Unternehmensrentabilität für die nächsten drei Geschäftsjahre.

Aus solchen Prognosen lassen sich wertvolle Informationen gewinnen, vor allem dann, wenn die Prognosen hinter den Erwartungen liegen. Dann sollten sich Verantwortliche Gedanken darüber machen, wie man die Unternehmensrentabilität verbessern kann, um die Rentabilitätsziele zu erreichen.

Wie kann man die Unternehmensrentabilität steigern?

Es gibt zahlreiche Maßnahmen, um die Unternehmensrentabilität zu verbessern. Diese lassen sich in drei Bereiche einteilen: Einnahmen erhöhen, Ausgaben reduzieren, Effizienz steigern.

Einnahmen erhöhen

Preiserhöhungen

Gerade wenn Sie schon viele langjährige Kunden haben, lassen sich diese oft von Preiserhöhungen überzeugen, da sie wissen, dass Sie bei Ihnen gute Qualität bekommen. Da wird das Drehen an der Preisschraube häufig hingenommen.

Gehen Sie dabei jedoch moderat vor. Eine Preiserhöhung kann sukzessive über Monate oder Jahre hinweg erfolgen. Schauen Sie sich dabei auch an, was die Konkurrenz macht, damit Sie mit Ihren Preisen im Rahmen bleiben. Geschäftserweiterung

Wenn Ihre Maschinen am Anschlag laufen, Sie die Kapazität nicht mehr steigern können und Sie trotzdem keine neuen Kunden:innen gewinnen oder die Nachfrage nach Ihren Produkten sogar rückläufig ist, dann haben Sie Ihr maximales Potenzial in Ihrem Kerngeschäft ausgeschöpft.

Wenn Sie nun weiter Ihre Rentabilität steigern wollen, müssen Sie sich aufmachen zu neuen Ufern. Schauen Sie sich an, was Ihr Unternehmen besonders gut kann und in welchen Märkten oder Branchen Sie sich eventuell mit einem neuen Produkt positionieren können.

Überprüfen Sie Ihre Produkt- bzw. Dienstleistungspalette

Wenn Sie ein Produkt in geringer Stückzahl, jedoch mit hohem Umsatz verkaufen, ist das suboptimal für die Rentabilität, denn Sie sind von einem oder nur sehr wenigen Kunden:innen abhängig. Lässt hier die Nachfrage plötzlich nach, lohnt sich der Verkauf des Produkts nicht mehr. Prüfen Sie daher, ob ein Produkt oder eine Dienstleistung, die Sie anbieten, nicht nur Umsatz, sondern auch Gewinn generiert. Nur dann kann man von Rentabilität sprechen.

Kostenreduktion

Verträge neu verhandeln

Manchmal kann es lohnenswert sein, mit bestehenden Lieferanten die Verträge neu zu verhandeln, damit Sie bessere Konditionen bekommen. Schauen Sie sich bei anderen Lieferanten um und holen Sie sich dort Angebote ein. Gute Chancen haben Sie, wenn Sie hohe Bestellmargen haben. Ist dies nicht der Fall, dann schauen Sie sich direkt beim Großhändler um.

Betriebskosten senken

Wenn im Keller den ganzen Tag das Licht brennt, ist das nicht nur verschwendete Energie, sondern auch verschwendetes Geld. Über solche banalen Dinge haben Sie sich möglicherweise noch keine Gedanken gemacht, aber der Verbrauch von Strom, Wasser und Energie für die Heizung stellt in vielen Unternehmen keinen unerheblichen Kostenfaktor dar, welcher durch sehr einfache Maßnahmen reduziert werden kann.

Anstelle von direkten Besuchen beim Kunden vor Ort können Sie einmalig in eine Videokonferenzanalage investieren und sich künftig die Reisekosten sparen.

Effizienz steigern

Lagerbestand prüfen und optimieren

Das Warenlager kann in einem Unternehmen auch einen hohen Kostenpunkt darstellen, denn es benötigt Platz und Personal. Eine effizientere Lagerhaltung kann daher zu einer höheren Rentabilität beitragen. Dazu gehört eine gute Planung und Warenwirtschaft. Entsprechende Software kann Sie dabei unterstützen, den Überblick zu behalten.

Prozesse automatisieren

Ein vielfach unterschätzter Punkt ist die Prozessautomatisierung im täglichen Betriebsalltag. Viele Aufgaben werden von den Mitarbeiter:innen noch von Hand erledigt, z.B. das Eintippen von Kontoständen in Excel-Tabellen, obwohl es mittlerweile Tools gibt, die diese Aufgabe übernehmen. Routinearbeiten, die täglich durchgeführt werden müssen, sollten dahingehend geprüft werden, ob sie nicht durch automatisierte Alternativen ersetzt werden können.

Fazit: Umsatzrentabilität steigern durch effizientes Liquiditätsmanagement

Eine wichtige Größe für die Beurteilung Ihrer finanziellen Lage ist Ihre Liquidität oder Ihr Cashflow. Indem Sie Ihre ein- und ausgehenden Geldströme jederzeit im Blick haben, können Sie Kosten im Auge behalten und frühzeitig gegensteuern, falls finanzielle Engpässe zu erwarten sind. Langfristig trägt ein effektives Liquiditätsmanagement also zur Steigerung Ihrer Unternehmensrentabilität bei.

Eine Liquiditätsmanagement-Software unterstützt Sie des Weiteren auch bei der Erstellung Ihrer Rentabilitätsvorschau. Die Software verbindet sich automatisch mit Ihren Bankkonten, sodass Sie die aktuellen Transaktionen und Kontostände immer im Blick haben und für die Kosten- und Umsatzplanung heranziehen können.

Die Software erspart Ihnen und Ihren Mitarbeitern:innen langwierige manuelle Arbeiten an Excel-Tabellen, wo die Kontostände und Transaktionen einzeln eingetippt werden müssen. Mit einem effizienten Liquiditätsmanagement können Sie in Ihrem Unternehmen die Umsatzrentabilität steigern – langfristig und nachhaltig.

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