Wie die Seiven Group eine Post-Merger-Integration in 30 Tagen meisterte

Guillaume Schaeffer (CEO, ehemaliger CFO) und Emmanuel Giroux (CFO) erläutern, wie die Einführung von Agicap es der Gruppe ermöglichte, ihre Liquiditätsposition zu konsolidieren und das Finanzmanagement des neuen Unternehmens in weniger als einem Monat vollständig zu integrieren.

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Key Takeaways

  • Die Seiven Group, ein führender Anbieter im Bereich Post-Mortem-Services, agiert im Umfeld mehrerer aufeinanderfolgender Leveraged Buyouts (LBOs) sowie ehrgeizigem externen und organischen Wachstum (Ziel: Umsatzverdopplung in 5 Jahren). Dies erfordert ein besonders striktes Finanzmanagement, um Bankauflagen zu erfüllen und die Verschuldung abzusichern.

  • Um dieses Wachstum zu unterstützen, suchte die Gruppe ein Tool, das in neuen Einheiten blitzschnell einsatzbereit ist (z. B. bei Isofroid in weniger als 3 Wochen), eine nahtlose Finanzintegration garantiert und sofort konsolidierte Transparenz liefert.

  • Vor Agicap basierte das Cash Management auf manuell konsolidierten Tagesauszügen und es fehlten jegliche Indikatoren zum Working Capital — ein Risiko, das den Konzern angesichts mehrerer Insolvenzen von Wettbewerbern verwundbar machte.

  • Mit Agicap konnte die Gruppe ihr Cash Management zentralisieren, das Working Capital optimieren (z. B. durch die Identifikation offener Forderungen), das Fremdwährungsrisiko überwachen und die Integration neuer Akquisitionen beschleunigen. Die Lösung dient heute als gemeinsames Fundament, um eine „Cash-Kultur“ in allen Tochterunternehmen zu etablieren.

" Die einfache Implementierung verschaffte uns rasch den nötigen Überblick über unsere neuen Akquisitionen – inklusive zentraler Liquiditätsübersicht und sicherer Freigabeprozesse für alle ausgehenden Zahlungen. "

Guillaume Schaeffer

CEO

€35M

Umsatz

8

Marken

100+

Mitarbeiter

Seiven

  • Industrie:

    Dienstleistungen

  • Größe:

    KMU+ (10-50M Umsatz)

  • Standort:

    Saint-Jacques-de-la-Lande, Frankreich

  • Anwendungsfälle:

    Gruppe, Externes Wachstum, Tägliches Cash-Monitoring, Optimierung des Cash-Poolings und der konzerninternen Finanzierung, Zahlungen optimieren, Multi-Währungen

Kundengeschichte

Die Seiven Group ist ein führender Anbieter, der ein umfassendes Servicespektrum für Post-Mortem-Profis bietet. Das Unternehmen ist in zwei Geschäftsbereiche gegliedert – Bestattungsdienstleistungen und medizinische Services – und erwirtschaftet rund 35 Millionen Euro Umsatz mit etwa 100 Mitarbeitenden an drei Standorten. Zur Gruppe gehören acht Marken, darunter ein eigenes Logistikunternehmen.

Nach einem ersten Leveraged Buyout (LBO) im Jahr 2022, bei dem die Eigentümerschaft an den heutigen Vorsitzenden Alexis Jubert überging, hat die Gruppe ihre personellen und finanziellen Ressourcen umfassend neu organisiert. Die Strategie wurde mit der Übernahme von Isofroid im Juli 2024, der Einführung der einheitlichen Marke Seiven im Oktober 2024 und dem Abschluss eines zweiten LBOs im Oktober 2025 weiter beschleunigt.

Unterstützt von Investoren wie Généo, BPI France, Sodero und Unexo plant die Gruppe, ihre Größe in den nächsten fünf Jahren zu verdoppeln: Ziel sind 200 Mitarbeitende und ein Umsatz von 70–80 Millionen Euro sowie eine konsequente Expansion in Europa.

Kundenwünsche

Um diese „Build-up“-Strategie abzusichern und die Finanzierung zu gewährleisten, musste die Gruppe ihre Finanzprozesse konsequent modernisieren. Die wichtigsten Anforderungen waren dabei:

  • Eliminierung zeitaufwendiger manueller Aufgaben: Das Buchhaltungsteam verbrachte täglich 30 Minuten damit, Bankguthaben manuell in Excel zusammenzuführen – eine fehleranfällige Routine ohne großen Mehrwert.

  • Sicherung der Bankenkovenants: Im LBO-Umfeld sind die kontinuierliche Überwachung der Liquidität und die volle Transparenz über Fälligkeiten von Senior Loans unerlässlich, um die Anforderungen des Bankenkonsortiums dauerhaft zu erfüllen.

  • Währungsrisiken steuern: Aufgrund erheblicher Einkäufe in US-Dollar war eine präzise Überwachung von Wechselkursen und Fremdwährungsausgaben notwendig, um die Margen zu schützen.

  • Digitalisierung zur Sicherstellung des Remote Monitorings: Mit der Integration neuer Tochtergesellschaften ist die Einführung eines einheitlichen Tools und standardisierter Abläufe entscheidend, damit die Zentrale die Performance und Liquidität auch aus der Ferne zuverlässig überwachen kann.

Lösung

Agicap wurde schrittweise ausgerollt – entsprechend dem Wachstum der Gruppe und der Einführung neuer Module.

  1. Cash-Position & ERP-Integration: Dank der Einführung des EBICS-TS-Protokolls werden Bankauszüge täglich automatisiert abgerufen, was eine globale Liquiditätsübersicht in Echtzeit ermöglicht. Die direkte Integration mit dem ERP-System automatisiert den Import der offenen Posten in die Liquiditätsplanung, wodurch Kennzahlen wie der Cash Conversion Cycle genauer überwacht und überfällige Forderungen proaktiv gesteuert werden können.

  2. Lieferantenprozess (Procure-to-Pay): Nach der Übernahme von Isofroid wurde das Kreditorenmodul in weniger als drei Wochen ausgerollt und der gesamte Invoice-to-Pay-Prozess digitalisiert. Dadurch wurden alle Zahlungen über eine zentrale Multi-Banking-Plattform gesteuert, der Wechsel zwischen verschiedenen Bankportalen überflüssig und geplante Auszahlungen direkt in die kurzfristige Liquiditätsplanung integriert.

Erzielte Hauptvorteile:

  • Mehr Prozesssicherheit: Sichere Freigabeworkflows mit konsequenter Funktionstrennung und automatischen IBAN-Änderungswarnungen haben das Risiko interner und externer Betrugsfälle deutlich reduziert.

  • WCR-Optimierung: Die präzise Transparenz über die Cash-Zyklen ermöglichte es der Gruppe, mehr als 500.000 € Liquidität freizusetzen – etwa durch das Aufdecken von ruhendem Kapital und die Optimierung von Zahlungszielen.

" Wir verfügen jetzt über einen durchgängigen Prozess – von der Erfassung der Eingangsrechnung bis zur Zahlung. Dieser nahtlose Workflow war das entscheidende Kriterium bei unserer Auswahl. "

Emmanuel Giroux

Finanzvorstand

Fazit

Durch den Einsatz der modularen Plattform von Agicap hat die Seiven Group ihre Treasury-Prozesse trotz zunehmender organisatorischer Komplexität standardisiert. So gewährleistet das Unternehmen die Einhaltung von Bankenkovenants in Echtzeit und kann neue Akquisitionen schnell integrieren.

Auf dieser Basis rollt Seiven nun weitere Module aus, um die Arbeit der Finanzabteilung zu erleichtern – insbesondere durch die Zentralisierung von Verbindlichkeiten und die Integration vorgelagerter Buchhaltungsprozesse.


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