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Rentabilität: So weist die Kennzahl Ihre Wirtschaftlichkeit aus

Lesezeit: 4 Min
Die Rentabilität ist in erster Linie ein Oberbegriff für verschiedene Kennzahlen, die im Controlling Ihres Unternehmens eine Rolle spielen.

Die Rentabilität ist eine Kennzahl aus dem Controlling und sorgt dafür, dass Ihr Unternehmen immer über die Entwicklungen im Bilde ist und dadurch Oberwasser hat. Klingt gut? Definitiv! Genau genommen gibt es nicht nur die Rentabilität, sondern viele verschiedene Arten davon, mit unterschiedlicher Aussagekraft. In diesem Artikel erfahren Sie alles Nötige über die wichtigsten Arten der Rentabilität und wie sie sich ganz einfach berechnen lassen.

Rentabilität - Definition

Die Rentabilität ist in erster Linie ein Oberbegriff für verschiedene Kennzahlen, die im Controlling Ihres Unternehmens eine Rolle spielen. Sie setzt Erfolgsgrößen mit eingesetztem Kapital in Relation und stellt somit das Verhältnis zwischen zwei betriebswirtschaftlichen Größen dar.

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Rentabilität ist eine wichtige Kennzahl, da Sie an ihr ablesen können, wie wirtschaftlich Ihr Unternehmen mit dem verfügbaren Kapital arbeitet. Je nach Fokus können unterschiedliche Rentabilitätsrechnungen mehr Relevanz bekommen, zum Beispiel die Umsatzrentabilität oder auch die Eigenkapitalrentabilität.

Nice to know: Wenn es um Finanzen geht, wird oft auch der Terminus Rendite gebraucht.

Die wichtigsten Rentabilitätskennzahlen

Wenn Sie Ihre Firmendaten auswerten, interessieren Sie bestimmt verschiedene Schwerpunkte. Wie sieht Ihre Fremdkapitalrentabilität oder Ihre Umsatzrentabilität aus? Schauen wir uns zunächst an, worum es sich bei diesen Kennzahlen überhaupt handelt. Danach erfahren Sie, wie sich diese Größen anhand einfacher Formeln berechnen lassen.

Gesamtkapitalrentabilität

Gesamtkapital setzt sich aus dem Eigenkapital und dem Fremdkapital zusammen. Mit der Gesamtkapitalrentabilität erfahren Sie demnach, wie effizient Eigen- und Fremdkapital in Ihrem Unternehmen genutzt werden und können aus den Daten ableiten, ob es Handlungsbedarf gibt.

Eigenkapitalrentabilität

Wenn Sie Ihre Eigenkapitalrentabilität berechnen, erfahren Sie, wie stark sich das Eigenkapital Ihres Unternehmens im Jahr verzinst. Das ist auch für Investor:innen und Aktionär:innen wichtig, um einschätzen zu können, ob ein Unternehmen wirtschaftlich lohnend investiert und eine Kooperation gewinnbringend wäre.

Fremdkapitalrentabilität

Diese Kennzahl drückt die prozentuale Verzinsung des Fremdkapitals aus, das in Ihrem Unternehmen zum Einsatz kommt. Dabei könnte es sich zum Beispiel um ein Darlehen handeln. Hier ist besondere Aufmerksamkeit gefragt, denn bei der Fremdkapitalrentabilität handelt es sich nicht um Rendite, die auf Ihr Unternehmenskonto fließt, sondern um die Fremdkapitalkosten eines Unternehmens.

Return On Investment (ROI)

Return On Investment, kurz ROI, sagt aus, ob bzw. inwiefern eine Investition bezüglich ihres Gewinns effizient ist/war. Sie ist eine wichtige Kennzahl, weil sie häufig zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit herangezogen wird, anhand der man entscheidet, ob Ihnen Kredite oder Darlehen gewährt werden. Sie gilt als Oberbegriff für die bereits erwähnte Eigenkapitalrentabilität und die Gesamtkapitalrentabilität. Alternativ wird sie mitunter auch als Anlagenrentabilität und Kapitalrentabilität bezeichnet.

Umsatzrentabilität

Bei der Umsatzrentabilität wird das prozentuale Verhältnis des Gewinns (Jahresüberschuss) zum Umsatz Ihres Unternehmens ermittelt. Sie erfahren also, wie effizient Ihr Unternehmen wirtschaftet. Diese Kennzahl ist abhängig von der Branche, in der Ihr Unternehmen tätig ist, sowie von der Marktstellung.

Reliabilitäten berechnen mit einfachen Formeln

Gesamtkapitalrentabilität

Die Gesamtkapitalrentabilität wird berechnet, indem die Fremdkapitalzinsen und der Gewinn zusammengerechnet werden. Dann wird der prozentuale Anteil dieser Summe am Gesamtkapital ermittelt. Berechnet wird das Ganze mit der unten stehenden Formel.

Leverage-Effekt:

Der Leverage-Effekt beschreibt eine Hebelwirkung durch die Nutzung von Fremdkapital. Genauer gesagt: Ein Leverage-Effekt liegt dann vor, wenn die Gesamtkapitalrentabilität größer als die Fremdkapitalkosten ist und somit auch die Eigenkapitalrendite zunimmt.

Gesamtkapitalrentabilität = Fremdkapitalzinsen + Gewinn / Gesamtkapital x 100

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Eigenkapitalrentabilität

Um herauszufinden, wie es um Ihre Eigenkapitalrentabilität bestellt ist, bestimmen Sie die prozentuale Relation von Ihrem Eigenkapital und dem Jahresüberschuss:

*Eigenkapitalrentabilität = Jahresüberschuss / Eigenkapital x 100 *

Fremdkapitalrentabilität

Um die Fremdkapitalrentabilität zu errechnen, werden das Fremdkapital und die Fremdkapitalzinsen miteinander ins Verhältnis gesetzt:

Fremdkapitalrentabilität = Fremdkapitalzinsen / Fremdkapital x 100

Return On Investment (ROI)

Für die Berechnung der Kennzahl Return On Investment wird der Gewinn durch das Gesamtkapital dividiert. Danach wird mit 100 multipliziert, um das Ergebnis direkt in Prozent zu erhalten:

Return On Investment = Gewinn / Gesamtkapital x 100

Umsatzrentabilität

Zur Berechnung benötigen Sie den Jahresüberschuss, also den Gewinn Ihres Unternehmens, und Ihren Umsatz. Diese beiden Größen werden dann dividiert:

Umsatzrentabilität = Gewinn / Umsatz x 100

Sind Kennzahlen nur fürs Management?

Klare Antwort: Keinesfalls! Alle Abteilungen und alle Mitarbeiter:innen haben Anteil an Erfolg und Misserfolg eines Unternehmens. Sie alle haben Vorhaben im Unternehmen, Ziele, die erfüllt werden sollen und demnach auch geprüft werden müssen. Daher ist es wichtig, dass Abteilungen über Kennzahlen informiert werden, die wichtig für die Entwicklung und das Wachsen Ihres Unternehmens sind. Das klingt super kompliziert und viel zu aufwendig? Sie können auch mit wenigen Klicks Berichte erstellen und an Ihre Mitarbeiter:Innen versenden mit digitalen Tools.

Fazit: Rentabilität hat viele Gesichter

Über die wichtigsten Kennzahlen wissen Sie nun bestens Bescheid. Von jetzt an werden Sie nie wieder den Überblick verlieren und genau im Blick haben, ob Ihr Unternehmen wirtschaftlich arbeitet, ob Eigenkapital sinnvoll eingesetzt wird und wie hoch die Kosten für die Nutzung von Fremdkapital sind. Jetzt ist es nur noch wichtig, auch all diese Rechnungen, das Reporting und die Informationsweiterleitung so effizient und kostensparend wie möglich zu machen. Wie wär’s mit einer simplen digitalen Lösung?

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