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GmbH: Was ist eigentlich eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung?

Lesezeit: 4 Min
Die Geschäftsführung können entweder eine oder mehrere Personen übernehmen. Diese können zum Beispiel Gesellschafter:innen oder auch Angestellte und Teil der GmbH sein.

Sind Sie bereits Gründer:in oder möchten es gerne werden? Eine GmbH zu gründen klingt komplizierter als es ist. Erfahren Sie in diesem Artikel alles über die Voraussetzungen, Gründungschritte sowie die Vor- und Nachteile einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung und kommen Sie somit Ihrer eigenen GmbH immer näher.

Inhalt:

Was steckt hinter der Abkürzung GmbH?

GmbH ist eine viel verwendete Abkürzung. Schreibt man sie aus, erfährt man, dass es sich um eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung handelt. Aber was genau ist das?

Definition - Was ist eine GmbH?

Eine GmbH ist erst einmal eine Kapitalgesellschaft. Sie wird als juristische Person verstanden und muss aus mindestens einer natürlichen Person bestehen. Also kann eine Person alleine eine eigene GmbH gründen.

Zusätzlich können weitere Gesellschafter:innen, juristische Personen und rechtsfähige Gesellschaften Teil einer GmbH sein. Gesellschaft mit beschränkter Haftung bedeutet, dass ausschließlich mit geschäftlichem, nicht aber mit privatem Vermögen gehaftet wird.

Stammkapital - Wie viel Geld braucht man?

Für die Gründung einer GmbH wird ein Stammkapital von 25.000 Euro benötigt. Davon muss sich die Hälfte nachweisbar auf dem Geschäftskonto befinden. Andernfalls ist eine Eintragung ins Handelsregister nicht möglich. Das Stammkapital hat einen triftigen Grund: Da man bei einer GmbH nicht privat haftet, wäre eine Kooperation mit einer GmbH mit einem nicht abschätzbaren Risiko verbunden. Deswegen ist es per Gesetz vorgeschrieben, dass bei der Gründung eine gewisse Geldsumme vorhanden sein muss. Dies gibt Gläubiger:innen mehr Sicherheit.

Eine GmbH gründen - Wie geht das?

Eine GmbH gründet sich zwar nicht von allein, wenn Sie aber alle Schritte von vornherein kennen, sieht das ganze Unterfangen direkt weniger abschreckend aus. Bei der Gründung einer GmbH geht man ganz grob von folgendem Ablauf aus:

  • Vorgründungsgesellschaft: Diese entsteht schon dann, wenn Sie den Entschluss zur Gründung fassen. Es ist eher als abstraktes Konstrukt zu verstehen, denn es bestehen keinerlei Verträge oder Verbindlichkeiten, sondern nur die getroffene Entscheidung. Aber auch diese Entscheidung ist ein bedeutsamer Schritt für die Gründung Ihrer GmbH.
  • Vor - GmbH: Sie haben bereits einen Gesellschaftervertrag ausgearbeitet? Dann sind Sie bereits stolze:r Gründer:in einer Vor - GmbH, abgekürzt auch GmbH i.G. (GmbH in Gründung). Sie gilt als unselbstständige Form der GmbH, die noch in Planung ist. Alle Geschäfte, die die GmbH i.G. abschließt, müssen allein dem Zweck der Gründung dienen. Welche Schritte notwendig sind, erfahren Sie weiter unten.
  • GmbH: In diesem Stadium geht es um die Gründung ganz konkret und dafür gibt es eine wichtige Voraussetzung: Eine GmbH ist gegründet, sobald sie im Handelsregister eintragen ist.
6 Schritte und Tools zu mehr Unternehmenssicherheit

Egal, ob Sie im Stadium der GmbH i.G. oder der Vorgründungsgesellschaft sind oder nur mit dem Gedanken spielen, vielleicht irgendwann einmal eine GmbH zu gründen… Es ist immer gut zu wissen, was auf einen zukommt. Wenn Sie also (möglicherweise) eine eigene GmbH gründen möchten, können Sie sich an folgenden Schritten orientieren:

  1. Aufsetzen des Gesellschaftervertrages
  2. Gesellschaftervertrag notariell beurkunden lassen
  3. Stammeinlage auf das Geschäftskonto einzahlen
  4. Eintragung ins Handelsregister
  5. Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen
  6. Anmelden des Gewerbes
  7. Bei Ämtern und Behörden anmelden

Wer kann Geschäftsführer:in einer GmbH sein?

Die Geschäftsführung können entweder eine oder mehrere Personen übernehmen. Diese können zum Beispiel Gesellschafter:innen oder auch Angestellte und Teil der GmbH sein. Geschäftsführer:innen können aber auch in Anstellung sein. In diesem Fall nennt man sie auch Fremdgeschäftsführer:innen.

Vor- und Nachteile einer GmbH

Sie denken über eine Gründung nach? Dann sollten Ihnen die wichtigsten Aspekte für die Entscheidung nicht vorenthalten werden: Vorteile und Nachteile. Was also ist gut und was ist weniger gut an einer GmbH?

Vorteile einer GmbH

  • beschränkte Haftung: die Gesellschafter:innen haften nicht privat
  • angesehene Rechtsform, da auch im Ausland sehr verbreitet
  • auch für Einzelgründer:innen möglich oder aber Gründungsteams
  • nicht branchenspezifisch
  • Chancen auf Investorengelder und Kredite stehen gut
  • Gesellschafter:innen können angestellt werden
  • viele Freiheiten beim Aufsetzen des Gesellschaftervertrages

Nachteile einer GmbH

  • Stammkapital von 25.000 Euro kann Hürde sein
  • weniger kreditwürdig als OHG oder KG durch beschränkte Haftung
  • Gründungsprozess recht aufwendig
  • Vorschriften bezüglich Buchführung recht streng

Fazit: Das macht eine GmbH aus

Wenn Sie mit der Frage gehadert haben, ob Sie eine GmbH gründen sollten oder nicht, haben Sie nun alle wichtigen Informationen an der Hand, um eine Entscheidung treffen zu können.

Sie sind dabei? Dann können Sie sich jetzt als Vorgründungsgesellschaft betrachten und sich alle Voraussetzungen, die Sie im Rahmen der GmbH i.G. erfüllen müssen, auf Ihre To - Do - Liste schreiben. Setzen Sie ein Häkchen nach dem anderen. Die eigene GmbH ist schon näher, als Sie glauben!

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