Finanzplanung für Start-ups - Die Vorbereitung auf Finanzierungsrunden

Alle Unternehmen, vor allem Start-ups im Wachstum, wollen irgendwann ihre Kapitaleinlagen erhöhen. Aber woher das unbedingt benötigte Geld nehmen? Durch Finanzierungsrunden können Start-ups in Kontakt mit Investoren treten, die sich dafür interessieren Kapitalgeber zu werden. Jetzt müssen diese nur noch überzeugt werden und das ist einfacher gesagt, als getan. Geschäftsmodell, Finanzplanung, Pitch Deck und Präsentation müssen stimmen, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. Der erfahrene CFO Sebastian Janus ist selbst Gründer und CEO seines Start-ups ScaleupLab, das widerum andere Start-ups im Financing berät. Er erklärt, was jeder über Finanzplanung im Allgemeinen wissen sollte und was in der Vorbereitung auf das Fundraising wirklich zählt.

Inhalt des Artikels:

Fundraising im Startup-Lebenszyklus

Es gibt diesen einen Punkt, an dem jedes Start-up (wieder) merkt: Wir brauchen Kapital. In den meisten Fällen wird dieses Kapital zum Beispiel für weiteres Wachstum, eine teure Investition oder eine Expansion ins Ausland benötigt.

Im besten Fall passiert diese Überlegung nicht erst kurz bevor der Runway ausläuft und das Geld knapp wird, sondern Monate davor. Der Zeitpunkt an dem voraussichtlich wieder neues Kapital benötigt wird, kann durch organisierte Buchhaltung und Expense Management kalkuliert werden. Das ist unter anderem die Aufgabe eines Chief Financial Officers in einem Konzern. Aber Start-ups haben oft noch nicht so weitläufige personelle Strukturen oder bringen intern anderes Know-how, als das aus der Finanzbranche mit. Dort setzt dann das Konzept des Interim CFO an: Ein vorübergehender CFO der ein Start-up in dieser Phase seiner Entwicklung unter die Arme greift. Diese Leistung bietet auch Sebastian Janus mit seiner Start-up-Beratung ScaleupLab an. Als ehemaliger CFO des E-Commerce-Geschäfts von Foot Locker Deutschland, weiß er ganz genau, worauf es bei der Finanzierung von Unternehmen, egal wie groß oder klein, ankommt.

Wenn rechtzeitig der passende Zeitpunkt für die Suche nach frischem Kapital erkannt wurde, dann haben Founder, Berater und weitere Mitarbeiter genug Zeit sich auf das, was kommt vorzubereiten: die Finanzierungsrunde oder das sogenannte Fundraising.

Sie kann 30 Tage dauern oder sich über neun Monate hinausziehen. Deshalb ist eine gute Vorbereitung das A und O.

Was vor dem Start einer neuen Finanzierungsrunde nicht fehlen darf, wird in diesem Blogartikel erklärt.

Fundraising und seine Definitionen

Um den Kreislauf eines Start-ups und seine Fundraising-Perioden nachzuvollziehen, werden zum Verständnis einige Begriffe gebraucht. Deswegen folgen hier eine kurze Einführung und einige freie Definitionen aus der Welt der Finanzierung.

Venture Capital

Abgeleitet vom englischen Wort “venture”, was Wagnis, Unterfangen oder Unternehmung bedeutet, ist die deutsche Bezeichnung für Venture Capital Wagnis- oder auch Risikokapital. Der Begriff bezeichnet das von Investoren bereitgestellte Kapital an junge Unternehmen, die noch nicht an der Börse sind (also Start-ups). Venture Capital ist meist zeitlich begrenzt und für Investoren immer mit einem gewissen Risiko behaftet, da sie sich auf Erfolgsprognosen stützen, die nicht immer den echten Fortschritt des Geschäftsmodells widerspiegeln können.

Angel Investor

Ein Angel Investor ist eine Privatperson, die sich dazu entscheidet ihr eigenes, privates Vermögen in Austausch für Unternehmensanteile in Start-up-Unternehmen zu stecken. Auch “Business Angel”, “Unternehmensengel”, “Privat- oder Seed Investor” genannt, sind sie oft die letzte Rettung für Unternehmen, die noch nicht bereit für Finanzierungsrunden mit großen Venture Capital-Firmen oder Banken sind. Angel Investoren sind oft, über ihre Tätigkeiten als Finanziers hinaus, bemüht durch Beratung und Kontakte in der Branche den langfristigen Erfolg des Start-ups zu sichern. Sie haben den Ruf, sich im Gegensatz zu VC-Geldgebern nicht immer ausschließlich an den Renditen ihrer Investments zu orientieren.

Pitch Deck

Pitch Decks sind prägnante (Marketing-) Präsentationen, die einen oder mehrere Investoren überzeugen sollen, sich an dem jeweiligen Unternehmen zu beteiligen. Sie beinhalten meist vertrauliche Informationen und Daten, die auf wenigen Folien verständlich das Produkt, Team, Geschäftsmodell, Wachstum und die Finanzierungsaussichten vorstellen. Viele Start-ups setzen darauf diese Fakten dann unterhaltsam, statt nüchtern zu verpacken. Denn die erfolgreichsten Pitch Decks begeistern ihr Publikum und sind visuell, sowie inhaltlich ansprechend gestaltet.

Chief Financial Officer

CFO ist ein Jobtitel für die Person im Unternehmen, die als Manager im Bereich Finanzen und Rechnungswesen agiert. Die Aufgaben umfassen die Verwaltung der Geldmittel, sowie eine (vorausschauende) Finanz- und Liquiditätsplanung. Neben Tätigkeiten im Bereich Analyse, Management und Budgetierung ist ein CFO vor allem Ansprechpartner für die Beziehungen zu externen Geldgebern. Das ist vor allem für Start-ups in der Finanzierungsphase wichtig und doch haben junge Unternehmen meist keinen internen Chief Financial Officer. Hier bietet sich dann die Zusammenarbeit mit einem Interim CFO an, meint Sebastian Janus von ScaleupLab. Dieser kann neue Strukturen aufbauen und das Start-up auf sein Fundraising vorbereiten.

Der Startup-Kreislauf

Diese Grafik von Start-up-Beratung ScaleupLab zeigt die verschiedenen Phasen aus dem Leben eines Start-ups. Von der Idee eines Geschäftsmodells bis zum IPO (Initial Public Offering), also dem Gang an die Börse, ist es ein langer Weg.

Ziele von Finanzierungsrunden

Die Gründe für die Entscheidung zum Fundraising sind vielseitig und basieren auf miteinander im Konflikt stehenden Zielen:

Liquidität

Ein Start-up wird als liquide bezeichnet, wenn es in der Lage ist ohne Verzögerung all seinen Zahlungsaufforderungen nachzukommen. Dazu zählen zum Beispiel Personalkosten, Miete, weitere Nebenkosten und offene Rechnungen von Partnern und Dienstleistern

Unabhängigkeit

In diesem Zusammenhang meint Unabhängigkeit die Freiheit des Start-up Eigentümers oder Geschäftsführers, selbstständig zu entscheiden. Je größer der Anteil von Eigenkapital, desto höher der Grad der Unabhängigkeit des Unternehmens. Das ändert sich schnell mit der Beteiligung von Fremdkapitalgebern. Diese erhalten ihren Anteilen entsprechend Mitspracherecht als Sicherheit für ihre Investition. Das Ziel der Unabhängigkeit steht in einem natürlichen Konflikt mit der Liquidität.

Sicherheit

Ein weiteres Ziel von Finanzierungsrunden ist der Aspekt der Sicherheit. Hierbei geht es vor allem um die Vermeidung oder Verringerung von Insolvenzrisiken. Diese erhöhen sich in Verbindung mit steigenden Renditen von Geldgebern.

Rentabilität

Rentabilität bezeichnet den generierten Gewinn eines Start-ups, also den wirtschaftlichen Erfolg. Eigenkapital-, Gesamt- und Umsatzrentabilität sind verschiedenen Kennzahlen, an denen gemessen und dokumentiert werden kann, ob und wo das Unternehmen Profit erzeugt.

Die Ziele einer Finanzierungsrunde stehen in Abhängigkeit mit den Interessen und Visionen der Founder und/oder Geschäftsführer. Sie sind so individuell, wie das Unternehmen selbst und müssen bewusst gewählt werden. Ein Interim CFO kann einem Start-up bei dieser Entscheidung Unterstützung bieten. “Wir bei ScaleupLab sehen uns gerne als eine Art Sparringspartner für unsere Kunden. Wir können nämlich gemeinsam Optionen und ihre Chancen und Risiken besprechen und abwägen”, sagt Sebastian Janus. Auch für Gründer-Teams mit Expertise im Bereich Finance würde es sich lohnen, eine zweite fachliche Meinung einzuholen.

Most Common Mistakes

Welche Probleme treten eigentlich am häufigsten beim Fundraising-Prozess auf? Die Zielgruppe ist analysiert, der Markt und die Konkurrenz erforscht, das Geschäftsmodell und der Finanzplan wurden ausgearbeitet und auch das Pitch Deck und die Präsentation stehen schon. Was kann jetzt noch schiefgehen?

Sebastian Janus weiß, zu der Vorbereitung auf eine erfolgreiche Finanzierungsrunde gehört noch weit mehr. Mit seinem Team bei ScaleupLab berät und begleitet er junge Unternehmen auf ihrem Weg zum Investment und kennt die “most common mistakes”. Für uns räumt er mit vier häufigen Irrtümern des Fundraisings auf:

1. Habt keine Angst davor Unternehmensanteile abzugeben!

Oft kostet es Gründer eine Menge Überwindung, Prozente ihres eigenen Unternehmens an Außenstehende zu verkaufen. Schließlich haben sie viel Liebe, Arbeit und Zeit in ihr Start-up investiert. Doch man sollte sich nicht zu sehr auf die verlangten Prozentsätze versteifen. Denn die besten Investoren bringen viel mehr mit, als nur ihr Geld. Expertise, Kontakte und Erfahrung sind die Grundsteine einer guten Partnerschaft zwischen Start-up und Investor, die einen Verkauf von mehr Unternehmensanteilen rechtfertigen können.

2. Informiert euch ausreichend über Investoren!

Viele Start-ups machen den Fehler sich auf VC’s oder Business Angels einzulassen, nur weil sie schon in andere bekannte Unternehmen investiert haben. Der Schein kann trügen. Nur weil sie geholfen haben andere Start-ups zu “Unicorns” (Unternehmensbewertung übersteigt 1 Milliarde) zu machen, bedeutet das nicht gleich, dass sie die passenden Investoren für dein Start-up sind. Denn was anderen Start-ups zum Erfolg verhilft, könnte der falsche Ansatz für dein Business sein.

3. Kein Sonderpreis für Freunde und Familie!

Die meisten Gründer kommen am Anfang durch das Geld ihrer Liebsten und Bekannten auf die Beine. Es ist natürlich lobenswert sich für ihre Unterstützung bedanken zu wollen, aber zu große Unternehmensanteile an sie abzugeben, ist nicht die richtige Art das zu tun. Denn der Anteil von Eigenkapital, dass den Gründern gehört, verringert sich mit der Zeit so oder so. Das ist ein ganz normaler Prozess. Direkt zu Beginn seine Anteile großzügig zu verteilen ist deswegen nicht ratsam.

Fundraising erfordert Geduld!

Nicht alle Start-ups brauchen von Anfang an Fremdkapital, um auf lange Sicht erfolgreich zu werden. Deswegen sollten Gründer nach einem ersten gescheiterten Versuch nicht den Mut verlieren. Eine Mischung aus guter Vorbereitung, Erfahrung und Glück gibt am Ende den entscheidenden Ausschlag für ein erfolgreiches Fundraising.

ScaleupLab - Beratung auf Augenhöhe

ScaleupLab hilft exponentiell wachsenden Unternehmen genau dabei: Einer guten Vorbereitung auf alle möglichen Facetten von Finanzierungsphasen. Von Finanzplanung, Erstellung von Pitch Decks und Business Plänen, Mentoring und Coaching, Kontaktaufnahme mit Investoren, bis hin zu CFO-As-A-Service Dienstleistungen, bietet die Startup-Beratung alles an.

Durch die langjährige Erfahrung als Gründer und CFO von Sebastian Janus, der aus der Corporate Welt kommt und dann seine Leidenschaft für die Start-up Branche entdeckt hat, liegt der Fokus der Beratung auf interdisziplinären Zusammenarbeit, statt traditioneller Auftragsarbeit.

Ganz nach dem Motto “Von Gründern für Gründer” begleitet ScaleupLab seine Kunden bis zum Abschluss der Finanzierungsphase.

ScaleupLab ist Teil eines breit gefächerten Netzwerks von Partnern und Verbänden. Von der Mitgliedschaft beim BAND (Business Angels Netzwerk Deutschland), eco (Verband der Internetwirtschaft) und dem Bundesverband Deutsche Startups profitieren Kunden automatisch mit. Erfahre hier mehr über die Partner & Kooperationen von ScaleupLab.

Best Practises

Nach vielen Jahren in der Finanzbranche kennt Sebastian Janus die Merkmale eines guten Pitch Decks, dem Kern eines erfolgreichen Fundraisings. Hier teilt er mit euch einen exklusiven Einblick in die“Best Practices” aus seiner Laufbahn.

Die besten Pitch Decks schaffen es mit maximal 15 Slides ihr Anliegen überzeugend rüberzubringen. Doch was muss unbedingt erwähnt werden und was ist überflüssig?

Beantwortet für einen erfolgreichen Investor-Pitch diese Fragen:

  • Was für ein Problem löst mein Produkt?
  • Wie sieht meine Lösung aus? Was kann mein Produkt?
  • Wie sieht mein Geschäftsmodell genau aus?
  • Wer ist meine Konkurrenz?
  • Wer bildet mein Team?
  • Wie viel Kapital brauche ich von Investoren und wofür?

Fazit

Fundraising ist ein elementarer Teil im Leben eines Start-ups. Es bietet viele Chancen und Risiken, die vor Eintritt in eine Finanzierungsrunde abgewägt werden sollten. Zudem müssen während der Vorbereitung auf eine Finanzierungsphase viele Entscheidungen von Gründern und/oder der Geschäftsführung getroffen werden.

Venture Capital oder doch lieber Investment von einem Business Angel? Ist euch in Zukunft die Rentabilität wichtiger oder legt ihr mehr Wert auf die finanzielle Sicherheit eures Start-ups? Seid ihr überhaupt schon bereit Unternehmensanteile abzugeben? Bringt euer Pitch Deck den Kern des Geschäftsmodells auf den Punkt?

Bei all diesen Fragen kann ein Interim CFO sehr hilfreich sein. Der Trend CFO-as-a-Service kommt aus den Vereinigten Staaten und findet auch immer mehr Anklang bei Unternehmern in Europa und Deutschland. Das Management von Finanzen und die dazugehörige Kommunikation kann als gewinnbringende Investition in die Zukunft gesehen werden und Start-ups dabei helfen schneller zu wachsen.

Folgt Sebastian Janus und ScaleupLab für mehr Tipps, Tricks und Wissenswertes zum Thema Fundraising auf LinkedIn, Facebook und Instagram: https://www.linkedin.com/in/sebjanus/

https://www.linkedin.com/company/scaleup-lab

https://www.facebook.com/ScaleupLab-111255884051355/

https://www.instagram.com/scaleuplab/

Interesse an einer unkomplizierten und individuellen Beratung für eure Start-up Finanzierung? Wenn ihr genau, wie schon viele Software-as-a-Service Start-ups mit Sebastian Janus und seinem Team zusammenarbeiten möchtest, meldet euch jetzt für ein kostenloses Erstgespräch an unter https://scaleuplab.io/kontakt/

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